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Bamberg erleben in 24 Stunden

12. Juni 2017
Bamberg_durch_Rosen

 Anreise zum UNESCO – Weltkulturerbe Bamberg

Am Samstagmorgen ging es mit dem RE und einem Bayernticket, meiner Kamera und vielen Snacks in Richtung Nürnberg. Dort mussten wir einmal umsteigen. Unsere Mitfahrer waren zum Großteil viele Besucher der Erlangener Bergkirchweih, somit war der Zug ziemlich voll und die Stimmung etwas gelassener. Trotzdem war es eine sehr angenehme Fahrt und wir sind ausgeruht und relativ frisch in Bamberg angekommen.

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Bamberg, auch das fränkische Rom genannt (wurde wie Rom auf sieben Hügeln erbaut) oder bambergerisch „Bambärch“ genannt, ist seit 1993 UNESCO – Weltkulturerbe. Bamberg hat den größten unversehrten historischen Stadtkern Deutschlands.

Warum ist das Rathaus besonders?

Das Rathaus von Bamberg ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Altstadt. Es wurde direkt im linken Regnitzarm zwischen der Bergstadt und Inselstadt erbaut. Um das Rathaus dreht sich eine Sage: Im 13. Jahrhundert wollte der in Bamberg residierende Bischof den Bürgern keinen Grund und Boden für ein Rathaus geben. Der damals wachsende Wohlstand in Kombination mit dem neu geschriebenen Stadtrecht brachte die Bürger dazu ein Rathaus als Anbau an einen Brückenturm mitten in den Fluss zu bauen. Sozusagen auf neutralem Boden, da der Fluss weder zu dem geistlichen noch zu dem bürgerlichen Herrschaftsgebiet gehörte – die Regnitz war also die Herrschaftsgrenze.

Die Fassade des Alten Rathauses wurde um 1960 von Anton Greiner neu bemalt. Eine Besonderheit sind die kleinen, figürlichen Elemente, die auf der östlichen Seite zu sehen sind – wie ein Bein eines Engels, welches aus der Wand „herauskommt“.

Bamberg_Rathaus

Was ihr auf den folgenden Bildern erkennen könnt, ist das Fachwerkhaus oder auch Rottmeisterhäuschen genannt. Dieses wurde an den Brückenturm angebaut und diente den Anführern der Wachmannschaften als Schlafresidenz.

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Schlendern durch die Inselstadt

Drei Stadtviertel Bambergs stehen unter Weltkulturerbe: Die Gärtnerstadt, die Inselstadt und die Bergstadt. Wir haben es leider nur geschafft uns die Inselstadt und die Bergstadt anzuschauen. Leider kann ich euch deshalb keine Bilder der Gärtnerstadt zeigen. Der Blog Reisehappen hat über Bamberg berichtet und auch etwas genauer über die diese drei Stadtteile, also schaut doch gerne dort vorbei.

Mir hat die Inselstadt am besten gefallen – das Alte Rathaus, das E.T.A Hoffmann Haus, Klein-Venedig und kleine Gässchen mit Marktplätzen. Eine wunderbare Mischung, wie ich finde. Die Inselstadt lädt auch zu einem gemütlichen Einkaufsbummel ein, überall lassen sich charmante Läden finden. Die Bergstadt ist mit dem Bamberger Dom und dem Michelskloster sehr beeindruckend. Dazu komme ich aber später.

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Rasten im Zuckerl

Nachmittags war dann „Kaffee und Kuchen Zeit“. Das kleine Café namens Zuckerl (ist das nicht ein total süßer Name?) habe ich mir schon vorab im Internet angeschaut. Ich fand es so süß, dass ich dort unbedingt hin wollte. Eine Sache habe ich dabei aber nicht bedacht… vielleicht sollte man sich die Lage einmal vorher anschauen!

Kurz gesagt: Wir mussten erst einmal durch den Stadtteil Gaustadt gehen, um dann zur Erba-Insel zu gelangen, auf der das Café steht. Doch nach einem kurzen Spaziergang sind wir schließlich auch dort angekommen. Und das Café war wirklich eine gute Wahl. Der Kuchen war sehr, sehr lecker, die Eisschokolade ebenso und es ist einfach – wie der Name vermuten lässt – zuckersüß!

Übrigens wird dort zu 100 % auf Fleisch- und Wurstwaren verzichten und die Produkte selbst hergestellt. Für alle Menschen, die sich vegetarisch/vegan ernähren, fair gehandelten Kaffee haben wollen und tolle Speisen genießen wollen, ist das Zuckerl ein Muss! (Ich hatte übrigens die Kinderschokoladentorte – Super sättigend und super lecker!)

Bamberg_Ich

Bamberg_Eisschokolade_Kinderschokotorte

Venezianisches Flair

Die bunten Fischerhäuschen, welche direkt an der Regnitz liegen, erinnern sehr an eine italienische Hafenstadt. Daher auch der Name Klein-Venedig. Die Wohnhäuser (ehemalige Fachwerkshäuser) stammen fast alle aus dem Mittelalter. Die Gondelfahrten verleihen Klein-Venedig den letzten Schliff. Mit einer Gondel, die sich ruhig durch die Regnitz bewegt und den eng, aneinandergereihten Häuschen mit ihren schnuckeligen Gärten, fühlt man sich in diesem Moment wie in Italien.

Bamberg_Klein_Venedig

Bamberg_Klein_Venedig

Neue Residenz mit Rosengarten

Die neue Residenz ist ein denkmalgeschütztes Gebäude und befindet sich neben dem Bamberger Dom am Domplatz. In der Residenz befindet sich heutzutage die Staatsbibliothek und Staatsgalerie Bambergs. Ich kann euch aber vor allem den Rosengarten empfehlen. Von diesem auf hat man einen tollen Ausblick auf die Michaelskirche und Dächer von Bamberg.

Bamberg_Blick_vom_Rosengarten

Bamberg_Rosengarten

Bamberg_Rosengarten

Bamberger Dom & Kloster St. Michael

Der romantisch-gotische Dom ragt mit seinen vier Türmen über ganz Bamberg und gehört zu den deutschen Kaiserdomen. In seinem Inneren befindet sich das einzig heiliggesprochene Kaiserpaar des Heilig Römischen Reiches sowie das einzige Papstgrab Deutschlands.

Der Dom ist ein Meisterwerk der Baukunst – groß, eindrucksvoll und dabei trotzdem detailliert verziert. Wir haben keine Führung durch den Dom gemacht, da wir diesen nur noch kurz vor einer Hochzeit besichtigen konnten. Somit haben wir leider auch das Orgelspiel nicht gehört, doch dieses soll ein wahrer Genuss sein! Falls ihr in Bamberg zu Besuch seid, ist die Besichtigung des Dom sehr lohnenswert!

Kleine Information am Rande: Die Lage einiger Bamberger Kirchen bildet ein imaginäres Kreuz – mit dem Dom als Mittelpunkt des Kreuzes.

Bamberg_Dom

Bamberg_Blick_auf_Bamberg

Theater der Schatten – Spiel mit dem Licht

Das Theater der Schatten  nimmt einen auf eine aufregende Reise durch 1000 Jahre Bamberger Geschichte mit. Der Erzähler Norbert Götz beleuchtet die Geschichte auf eine ganz eigene Art und Weise – in einem Schattentheater. Anders als bei den typischen Stadtführungen, die wohl jeder von uns schon einmal gemacht hat, ist diese Stadtführung ein besonderes, kulturelles Erlebnis. Auf TripAdvisor zeigt sich die Begeisterung der Zuschauer – 100 % positive Bewertungen.

80 Leute haben Platz, müssen etwas eng zusammenrücken und dann beginnt auch schon die Show. Die Geschichte wird mit Licht- und Soundeffekten bei vollkommener Dunkelheit erzählt. Die 90 Minuten vergehen wie im Flug, zwischendurch gibt es eine kleine Getränkepause, in der Rauchbier beköstigt werden kann.

Das Theater findet samstags und sonntags in der Katharinenkapelle statt. (Samstag 17:00 und 19:30, Sonntag 11:00 Uhr
Einlass: 15 Minuten vor Beginn).

Kleine Information am Rande: Die Katharinenkapelle ist das älteste Gebäude der Stadt!

Bamberg_Kapelle_mit_Rosen

Bamberg_Licht_und_Schatten

Gemütlich den Abend ausklingen lassen

Unser eigentlicher Plan ins Schlenkerla zu gehen, jedoch hatten wir nicht annähernd die Möglichkeit dort einzukehren – es war einfach zu voll. Deshalb sind wir ein paar Meter weiter ins Wirtshaus Zum Domreiter gegangen und haben dort unser Abendessen eingenommen. Ich hatte Käsespätzle mit Röstzwiebeln und Salat, meine Freundin Schmankerlsteak mit Pilzen und Frühlingszwiebel mit Salat. Die Bedienung war sehr freundlich, das Ambiente schön, aber das Essen leider nur mittelmäßig/in Ordnung. Die Röstzwiebeln waren bei uns beiden allerdings sehr lecker.

Bamberg_Essen

Nach dem Essen sind wir dann Richtung Bahnhof, am E.T.A.Hoffmann Haus und am Maximiliansplatz vorbeigegangen und haben dann den Sonnenuntergang beim Alten Rathaus genossen.

Fazit: Ich finde Bamberg ist jederzeit einen Besuch wert! Die Sehenswürdigkeiten, die kleinen Läden, die süßen Cafés, Klein-Venedig…Es gibt viel zu entdecken! Also worauf wartet ihr noch?

 

Wart ihr schon einmal in Bamberg? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Schreibt es doch gerne in die Kommentare.

Teilt mir auch gerne mit, falls ihr einen Beitrag zu einer bestimmten Stadt wollt! Die nächsten zwei Städte, die kommen werden, sind Eichstätt und Würzburg.

 

Hier kommt ihr zu den bisherigen Städten der Reihe „Städte erleben in 24 h“

 

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Sophia

Ich heiße Sophia, bin Hobbyfotografin, wandervernarrt und in das Reisen verliebt.
Auf diesem Blog zeige ich euch, wie ich die Welt (durch meine Linse) sehe.

Ich berichte über Städtereisen, Kurztrips und Outdoor Erlebnisse - von Wandern bis zu Fallschirmspringen. Ein Blog für Tatendurstige, Kulturinteressierte und Abenteurer.
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  1. Toller Beitrag mit wunderschönen Fotos. Bamberg steht ganz oben auf meiner Bucketlist, war schon geplant für den Advent letztes Jahr mussten wir aber aus familiären Gründen kurzfristig canceln. Ich hoffe es klappt dieses Jahr noch. Dein Bericht und die Fotos machen Lust auf Bamberg.
    Liebe Grüße Dagmar

  2. Sehr toller Bericht, Bamberg steht dank Walters world auch schon sehr langer auf meiner To Visit List
    Vor allen Dingen jetzt, wo die Rosen blühen, sieht es dort wunderschön aus

  3. Eine schöne Reise durch die Stadt. Ich war leider schon ewig nicht mehr dort, obwohl ich da Verwandte habe. Aber im Theater der Schatten und im Rosengarten war ich damals auch. Hat mir beides super gefallen. 🙂

    Mit lieben Grüßen,
    Sarah

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