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Wie sieht die ehemalige Stadt der Könige jetzt aus? – Besichtigung der Tempelritterburg

1. Mai 2017

Geschichte von Vrana

Vrana hat lange die Symbole der Macht, die Insignien des kroatischen Königreichs, bewahrt. Deshalb fand auch die Krönung des kroatisch-ungarischen Königs Koloman in Biograd – einer naheliegenden Stadt- in einer königlichen Residenz statt. Im 9. Jahrhundert wurde das Benediktkloster dem Bischof Gregor zu Ehren gebaut. In diesem Kloster wurden Reichtümer und Schätze inklusive einem silbernen Kästchen mit den heiligen Relikten des Bischofs, Kreuzen und zwei goldenen Kronen, aufbewahrt. Für seine Krönung im Jahr 1075 hat König Zvonimir das ganze Kloster mit seinen Besitztümern dem Papst überlassen. Somit wurde Vrana der erste Sitz des Vatikans an der östlichen Adriaküste. Hundert Jahre später stärkte der Orden der Tempelritter mit dem Papst als Unterstützer ihre Position, indem sie massive Türme und Mauern bauten – somit entstand die Tempelritterburg, wie sie jetzt zu sehen ist. Dieser Orden war militärisch organisiert und vor allem wegen seines großen Reichtums und Mut bekannt.

Anfang des 13. Jahrhunderts löste sich der Templerorden auf. 1529 wurde Vrana von den Türken besetzt und vollständig in eine militärische Festung umgebaut. Ungefähr hundert Jahre später eroberten die Venezianer Vrana zurück und begannen die Burg und die umliegende Stadt zu zerstören. Nur noch Überreste  seiner ursprünglichen Form blieben erhalten. Von dieser Zerstörung hat sich Vrana nicht wieder erholt.

Schild mit Informationen

Wie ist die ehemalige Tempelritterburg?

Wir sind von Bibinje aus Richtung Süden nach Pakoštane gefahren. Pakoštane ist ein kleiner dalmatischer Ort mit 2700 Einwohnern. Es liegt zwischen vier Nationalparks: Den Kornaten, den Plitvicer Seen, dem nördliche Velebit-Gebirge und Krka.

Parken ist an der Hauptstraße möglich, der Fußweg hat auch nur ein paar Minuten gedauert. Bei der Burg angekommen fällt einem sofort der Verfall des gesamten Burgareals auf. Die Wege, die durch die Burg führen sind – genau wie die Mauern und Türme – völlig überwuchert und somit nicht barrierefrei. Außerdem ist das Tragen von langen Hosen sehr zu empfehlen, da die Rosenbüsche einem sonst ganz schnell die Beine zerkratzen können.

Wie findet ihr Burgruinen? Auch spannend oder eher langweilig? Teilt mir eure Meinung dazu gerne in den Kommentaren mit!

Hinweis: Ungesicherte Burgruine – Vorsicht bei der Besichtigung sei geboten!

Fazit: Die Besichtigung der Burgruine ist leider nicht allen zugänglich (nicht barrierefrei) und ungesichert, deswegen gibt es dafür einen Abzug. Die Geschichte der Burg fand ich dafür sehr interessant! Leider gibt es weder viele Schilder mit ausführlichen Informationen noch Hinweisschilder mit Beschreibungen, sodass ich mir viele Informationen aus dem Internet holen „musste“. Nichtsdestotrotz war es ein angenehmer Ausflug und ist auch jedem, der in der Umgebung ist, zu empfehlen.

Tipp: Der Vrana See ist ein tolles Ausflugsziel nicht weit von der Burgruine entfernt. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

Burgareal_ Efeue_Steine

Aussicht auf die Burg und Umgebung

Aussicht von der Burg

Burgareal_ Efeue_Steine

Tempelritterburg

 

Durchgang in der Tempelritterburg

Blick aus einem Fenster der Tempelritterburg

Tempelritterburg überwuchert

 

 

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Ich heiße Sophia, bin Hobbyfotografin, wandervernarrt und in das Reisen verliebt.
Auf diesem Blog zeige ich euch, wie ich die Welt (durch meine Linse) sehe.

Ich berichte über Städtereisen, Kurztrips und Outdoor Erlebnisse - von Wandern bis zu Fallschirmspringen. Ein Blog für Tatendurstige, Kulturinteressierte und Abenteurer.
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