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Gastbeitrag: Persönliche Tipps für 3 Tage New York

9. August 2017
Manhattan Skyline Beitragsbild

New York. Eine Stadt, in der man täglich etwas Neues entdecken kann, auch wenn man Wochen oder Monate oder sogar Jahre dort verbringt. Leider reicht die Zeit dafür meistens nicht aus, und gerade, wenn man nur relativ kurz da ist, lohnt es sich, vorher einen Plan zu machen, was man erleben und sehen möchte, wenn man schon einmal da ist. Deswegen habe ich euch heute ein zugegebenermaßen relativ anspruchsvolles, aber dennoch machbares Programm zusammengestellt, das man in drei Tagen in der Stadt die niemals schläft durchziehen kann – und dabei möglichst viel zu sehen bekommt.

Tag 1 – Midtown Manhattan, Empire State Building & Times Square

Eines schon vorab: gerade, wenn man nur einige Tage in New York verbringt, lohnt es sich auf jeden Fall, in ein Hotel direkt in Manhattan zu investieren. So spart man sich Zeit, die man sonst unterwegs nach Manhattan verlieren würde, und hat außerdem die Chance, immer mal wieder ins Hotel zurückzukehren, um zum Beispiel nach dem Shoppen schwere Einkaufstüten loszuwerden. Von hier aus lassen sich alle Touristen Attraktionen schnell und einfach erreichen und ihr habt viel weniger Stress, als wenn ihr jeden Morgen noch eine längere commute in überfüllten Subways auf euch nehmen müsst.

Tag 1 startet früh – wer in nur drei Tagen so viel wie möglich sehen will, hat leider keine Zeit um auszuschlafen. Beginnt den Tag mit einem Frühstück – entweder in einem der vielen Cafés, die es überall gibt, oder mit einem Cronut bei Dominique Ansel in der Spring Street. Es gibt immer nur eine einzige Sorte, die gibt es auch nur einen Monat lang und pro Person werden nur zwei Cronuts verkauft, da die Nachfrage so groß ist. New Yorker lieben sie, oder hassen sie, je nachdem. Aber es lohnt sich auf jeden Fall! Auch, wenn man dafür relativ früh aufstehen muss…

Nach dem Frühstück geht es quer durch Midtown Manhattan, denn hier gibt es viel zu sehen. Chine Town und Little Italy sind beeindruckend und zeigen anschaulich, wie Einwanderer sich hier ihre eigenen Communities geschaffen haben. Von Dominique Ansel sind es nur etwa 15 Minuten zu Fuß bis nach China Town. Besonders die kleinen Seitenstraßen sorgen dafür, dass man kurzzeitig vergisst, dass man sich in New York City befindet, statt in China. Danach geht es weiter: auf dem Broadway lauft ihr immer nach Norden. In Soho reiht sich ein Geschäft an das andere, und der ein oder anderen kleinen Shopping Tour steht nichts im Wege. Für eine kleine Stärkung könnt ihr zum Beispiel bei Juice Generation vorbeischauen – wirklich extrem leckere Smoothies, die leider auch ihren Preis haben! Wenn euch das Laufen zu viel wird, steigt ihr zwischendurch in die Subway bis zum Union Square – aber auch zu Fuß lohnt sich der Weg. So kommt man zum Beispiel beim Strand Bookstore, einem der bekanntesten Buchläden von New York vorbei.

Macht eine Pause im Union Square – für den passenden Snack sorgt ein Abstecher in den Wholefoods, der sich hier befindet. Probiert auf jeden Fall die Dough Donuts, die jeden Tag frisch in Brooklyn gebacken werden! Auch die perfekten und außergewöhnlichen Souvenirs findet ihr hier: bei Fish & Eddys (wenn ihr den Broadway weiter nach Norden lauft auf der linken Seite) gibt es z.B. die „Dogwalker“ Tasse und viel mehr.

Schon nach wenigen Blocks kommt ihr zum Flat Iron Building, das sich auch direkt am Madison Square Park befindet. In das Gebäude kommt man zwar leider nicht, aber die schmale Front ist auch von außen schon eindrucksvoll. Auch zum Empire State Building ist es von hier aus nicht mehr weit. Statt stundenlang in der Schlange zu stehen und so wertvolle Zeit zu vergeuden, schaut euch das Gebäude aber lieber nur von außen an – die beste Aussicht in New York kommt noch an Tag 3. Nach einem Abstecher zu Macy’s macht ihr euch also lieber auf den Weg zum Times Square, wo ihr den Abend ausklingen lasst. Leicht überteuertes Touri-Dinner inklusive! Burger im Hardrock Café, Spare Ribs bei Ruby’s Tuesday oder Jack Daniel’s Sauce bei TGIF lohnen sich auf jeden Fall!

Empire State Building

Tag 2 – Lower Manhattan & Financial District

Auch am zweiten Tag in New York solltet wieder ihr keine Zeit mit Ausschlafen verschwenden – immerhin gibt es viel zu sehen! Nehmt direkt das erste Boot zur Freiheitsstatue, um unnötig lange Warteschlangen beim Security Check zu vermeiden. Außerdem ist das Boot so früh noch deutlich leerer, und ihr habt tatsächlich die Chance, ein paar tolle Fotos zu machen, ohne, dass ihr euch dabei mit anderen Touris um die besten Plätze streiten müsst. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Tickets vorher online zu kaufen, denn nur so hat man eine Chance, bis zur Krone zu kommen. Aber auch, wenn das nicht mehr klappen sollte – die Pedestal Tickets kann man am besten auch vorher kaufen, um nicht lange anstehen zu müssen. Auf dem Rückweg nach Manhattan legt das Boot auch bei Ellis Island an, wo ihr noch einmal aussteigen könnt um das zugehörige Museum zu besuchen.

Freiheitsstatue vom Battery Park aus

Zurück im Battery Park genießt ihr noch einmal die Aussicht auf die Freiheitsstatue, bevor es zum South Street Seaport geht. Hier habt ihr die Chance, beim TKTS Booth Broadway Tickets für eine Show am gleichen Abend zu ergattern – deutlich günstiger als bei einer Bestellung online. So lange ihr ein bisschen flexibel seid, was die Show angeht, könnt ihr hier ein richtiges Schnäppchen für eine Broadway Show schlagen.

Next Stop: Brooklyn Bridge! Ein Spaziergang über die berühmteste Brücke in New York darf natürlich nicht fehlen! Vom South Street Seaport seid ihr innerhalb weniger Minuten am Anfang der Brücke. Es lohnt sich, ein Stück weit auf die Brücke zu laufen – denn die Aussicht auf Lower Manhattan ist unbezahlbar. Wer mehr als drei Tage Zeit hat, sollte auf jeden Fall ganz rüber laufen und sich noch eine Weile im Brooklyn Bridge Park aufhalten. Tolle Aussichten garantiert! Wer weniger Zeit hat, macht sich wieder auf den Weg Richtung Manhattan, wo es direkt weitergeht – und zwar mit Shopping!

Brooklyn Bridge

Für alle Schnäppchenjäger ist Century21, das riesige Kaufhaus an der Fulton Street, genau die richtige Adresse. Denn hier gibt es auf fast alles bis zu 70% Rabatt – und vor allem, wenn man gerade nicht auf der Suche nach etwas speziellem ist und ein bisschen Zeit mitbringt, wird man hier auf jeden Fall fündig. Auch, wenn das Kaufhaus schnell verwirrend sein kann, lohnt es sich auf jeden Fall, hier einmal vorbeizuschauen.

Danach geht es zu einem sehr bedrückenden Platz: am Ground Zero wird einem bewusst, wie groß die Katastrophe am 11. September 2001 wirklich war. Damals vor dem Fernseher sah es noch unwirklich aus, hier vor Ort kann man erahnen, wie unbegreiflich das Ganze wirklich war und immer noch ist. Auch das zugehörige 9/11 Museum solltet ihr dabei besuchen. Lasst euch nicht von den Wartezeiten abschrecken, und denkt beim Fotos machen darüber nach, was respektvoll ist – denn Ground Zero ist kein Selfie-Spot, wie viele andere Orte, die ihr in diesen drei Tagen besuchen wollt.

9-11 Memorial

Langsam wird es Zeit fürs Abendessen – und nach einem Tag im Financial District fehlt auch nur noch ein kleiner Abstecher: natürlich müsst ihr den Wall Street Bullen und die Wall Street selbst besuchen! Zum Abendessen geht ihr danach in die Stone Street, eine kleine Gasse, die mit ihrem Kopfsteinpflaster und kleinen Häuschen in diesem Viertel deutlich aus dem Rahmen fällt. Hier reihen sich die Restaurants aneinander, und viele New Yorker gehen hier gerne und oft essen. Besonders empfehlenswert ist eine Pizza bei Adrienne’s, die nicht nur super lecker, sondern auch durchaus bezahlbar ist.

Tag 3: Central Park, Met Museum & Top of the Rock

Beginnt euren Tag ganz entspannt im Central Park. Es lohnt sich, einen ausgiebigen Spaziergang zu machen – entweder bis zum Met Museum an der East Side oder zum Museum of Natural History auf der West Side, das spätestens durch Nachts im Museum allseits bekannt wurde. Beide Museen haben einen „Pay as you wish“ Eintrittspreis – das heißt, theoretisch ist man ab weniger als einem Dollar pro Person dabei. Nehmt euch die Zeit, durch das jeweilige Museum zu schlendern und euch nicht nur die bekanntesten Werke anzuschauen. Besonders bei gutem Wetter solltet ihr euch auch für den Central Park entsprechend Zeit nehmen, und euch einfach eine Weile ins Gras setzen, um die Leute zu beobachten.

Am Nachmittag macht ihr euch auf den Weg zum Rockefeller Center. Vom Top oft he Rock gibt es die beste Aussicht über New York, Empire State Building und Central Park inklusive! Auch die Rockefeller Tour ist sehr empfehlenswert, wenn man noch einige Details über die Geschichte des Rockefeller Centers erfahren möchte.

Nach dem Abstecher nach oben lauft ihr die 5th Avenue entlang, immer Richtung Süden. Noch einmal habt ihr die Chance, ausgiebig shoppen zu gehen, oder Gebäude wie die St. Patrick’s Cathedral oder das Plaza Hotel anzuschauen. Auch der Trump Tower und die New York Public Library befinden sich hier.

Macht euch zum Abschluss des Tages auf den Weg nach Hell’s Kitchen, und schließt mit einem kleinen Spaziergang über die High Line euren New York Besuch ab. Lasst den Abend auf einer der Rooftop Bars ausklingen und esst am Chelsea Market – und lasst euch nicht von den hohen Preisen abschrecken. Die sind in New York (leider…) ganz normal. Ein Bier für 10$ ist da keine Seltenheit.

One-World-Observatory

Wer hat hier geschrieben?

Hey, ich bin die Alex und ich bin die Bloggerin, die hinter Schokokamel steckt. Ich bin 25, bin gerade fertig mit meinem Studium International Business and Languages in Enschede (NL) und lebe in München. Neben Bloggen reise ich super gerne, mache Sport, lese viel und außerdem interessiere ich mich für Mode. Meine Kamera habe ich unterwegs eigentlich immer dabei.

Central Park

Little Italy Graffity

One WTC im Financial District

One WTC

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Ich heiße Sophia, bin Hobbyfotografin, wandervernarrt und in das Reisen verliebt.
Auf diesem Blog zeige ich euch, wie ich die Welt (durch meine Linse) sehe.

Ich berichte über Städtereisen, Kurztrips und Outdoor Erlebnisse - von Wandern bis zu Fallschirmspringen. Ein Blog für Tatendurstige, Kulturinteressierte und Abenteurer.
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