Bloggerreise | Deutschland | Sachsen

Kräuterkochkurs & Blumen- und Gartenschau im Kloster Altzella

24. Juli 2017
Kloster_Beitragsbild

Das Kloster Altzella, ursprünglich Cella oder Altenzelle genannt, liegt in der Nähe der Stadt Nossen und hat wie Burg Mildenstein eine sehr interessante Geschichte. Es wurde Anfang des 12. Jahrhunderts gegründet und Mitte des 16. Jahrhunderts aufgelöst. Es diente als Grablege der Wettiner, als Abtssitz, als Ort für politische Konferenzen und nach der Aufhebung letztendlich auch als Gewinnung von Baumaterial für den Ausbau der Burg Nossen in ein Jagdschloss. Die restlichen, noch nutzbaren Gebäude wurden kurz danach von einem Brand vernichtet. Übrig blieb nur noch Konversenhaus, welches die nächsten drei Jahrhunderte als Rinderstall genutzt wurde. In dieser Zeit wurde viel Landwirtschaft auf dem Areal betrieben.

Im 19. Jahrhundert wurde dann eine Mühle, das Spritzenhaus und ein Wagenschuppen gebaut, im 20. Jahrhundert dann vom Freistaat Sachsen die vorhandenen Fragmente wieder aufgebaut. Mittlerweile dient das Kloster religiösen und kulturellen Zwecken wie z. B. der Blumen- und Gartenschau oder den Kräuterkochkursen. Auf beides werde ich unten eingehen.

Kloster

Rundgang durch die Klosteranlage

Beim Kloster angekommen, wurden wir sehr herzlich von der Kräuterfachfrau Koreen empfangen. Wir haben unsere Taschen in die Küche gestellt, unsere Kameras geschnappt und sind zu einem kleinen Rundgang durch die Klosteranlage aufgebrochen, bei der uns Koreen am Schluss auch noch ihren tollen Kräutergarten gezeigt hat.

Im Klosterpark spazieren zu gehen und zu fotografieren war ausgesprochen schön. Dieser ist sehr romantisch – die Ruinen umgeben von Blumen und Bäumen haben einen ganz besonderen Flair! Vor allem das ehemalige Schuttgebäude war sehr imposant (drittes Bild). Von diesem sind noch die Außenmauern vorhanden. Es diente ehemals als Lagerhalle für das bäuerliche Zinsgetreide und anderen Getreidearten. Auch sehr beeindruckend war die Abtei – das ehemalige Verwaltungszentrum des Klosters und Herberge für bestimmte Gäste. Von dieser sind noch die Umfassungsmauern, der Keller und der Ostsaal erhalten.

Auf dem Weg zum Kräutergarten hat uns Koreen ein bisschen was über die Klostergärten und die dort wachsenden Pflanzen erzählt. So habe ich zum Beispiel gelernt, dass man die Felsenbirne (letztes Bild) genießen kann. Und nicht nur das, sie ist auch super lecker!

Kloster

Bildvonmir

Klosterruine

Kloster

Felsenbirne

Der Kräutergarten von Koreen, der Kräuterfachfrau

Düfte sind Gefühle der Blumen

 

Unsere letzte Etappe vor dem Kochkurs war der Kräutergarten von Koreen. Der früher genannte hortus botanicus wird seit 2013 von ihr bewirtschaftet. Durch den Garten will sie den Menschen Wissen über alte Heilpflanzen vermitteln. Das Zitat stammt von Heinrich Heine und hat sie – wie es auf ihrer Website steht – immer sehr beeindruckt und auch beeinflusst. Denn dieses hat zu ihrem Rücktritt in die Natur beigetragen. Durch ihre Kinder ist sie auf die alternative Medizin gekommen. Sie lebt mit ihrer Familie in Mettelwitz und arbeitet als Ernährungsberaterin und Kneipp-Mediatorin.

Kloster_Kräutergarten

Kräutergarten_Basilikum

Was bietet sie alles an?

Koreen bietet verschiedene Kurse, Fachvorträge und Kochseminare an. Die Kurse und Fachvorträge sind themenmäßig auf die Jahrezeiten ausgelegt –  Frühling (Endlich Frühling –  Entgiften und Entschlacken mit Hilfe der Kräuterwelt), Spätsommer (Grüne Begleiter im Spätsommer) und Herbst (Herbstzeit- Immunsteigernde Pflanzenwelt). 

Die Kochseminare – die ich besonders interessant finde – gibt es für Erwachsene und Jugendliche. Doch nun kommen wir endlich zu dem Genussteil des Beitrags!

Koreen

Kloster_Küche

Küche

Gemeinsames Kochen

Nach unserem Spaziergang haben wir uns alle wieder in der Küche eingefunden. Vor dem Kochen wurde uns von Koreen verraten, was wir alles machen durften. Da wir idealerweise sechs Personen in unserer Gruppe waren, durften sich zwei Leute für ein Rezept zusammenfinden. Linda und ich haben uns für die Erbsen-Kräuter-Waffeln entschieden.

Kurzer Einwurf: Vor dem Kochen waren wir im Kräutergarten und haben uns unsere Kräuter selbst zusammengepflückt – natürlich nur unter Aufsicht und mit Hilfe von Koreen. Nicht, dass wir letztendlich etwas ganz falsches genommen hätten – gut, dass die Kräuter ja auch alle beschriftet waren.

Dann haben wir unser Rezept bekommen und gleich losgelegt. In den Erbsen-Kräuter-Waffeln waren viele unterschiedliche Kräuter drinnen, deswegen haben sie wahrscheinlich auch ganz besonders geschmeckt. Jede Gruppe hatte glaube ich sehr viel Spaß beim Kochen und backen – wir durften sogar einen Thermomix benutzen. Das erste Mal, wo ich einen echten Thermomix im Einsatz sehen durfte – sehr spannend :D. Zu den Waffeln gab es eine Joghurtsoße. Insgesamt kann ich nur sagen, dass es wirklich ein schönes gemeinsames Erlebnis war und sehr viel Spaß gemacht hat, ich aber nicht außerordentlich viel dazugelernt habe – im Bezug auf Kräuter – da ich mich einfach oft selbst schon mit essbaren Kräutern beschäftigt habe. Das absolute Highlight des Essens war übrigens das Erbeer-Chia-Dessert!

Speisekarte

Waffeln_auf_Tisch

Blumen- und Gartenschau

Nach dem Kochkurs ging es dann auch schon wieder zurück nach Dresden, wo wir zu viert noch dort geblieben sind, um uns die Blumen und Gartenschau am nächsten Tag anzuschauen, während zwei Leute unserer Gruppe leider schon am Abend zurück nach Hause fahren mussten. Marlene und ich haben den Abend in Dresden noch genoßen und waren zum Fotografieren noch an der Dresdner Semperoper. Doch dazu mehr in einem anderen Beitrag 🙂

Gleich in der Früh sind wir zurück zum Kloster Altzella zur alljährlichen Blumen- und Gartenschau gefahren. Diese ist das sommerliche Highlight der Region und schon von Beginn an waren die meisten Parkplätze belegt und es standen viele, viele Menschen Schlange an den Kassen. Doch die „Warterei“ (denn so schlimm war es eigentlich gar nicht 😉 ) hat sich wirklich gelohnt. Über 100 lokale und regionale Aussteller waren dort vertreten und für das leibliche Wohl wurde auch gesorgt. Vor allem Floristen, Baumschulen, Gärtnereien und Pflanzenzüchter waren vertreten, doch auch viele Stände mit Dekorationen für Garten und Haus waren zu finden.

Für Unterhaltung wurde dann noch in Form von Musik und Vorträgen gesorgt. Toll fand ich vor allem das Pflanzendepot – ein Sammelplatz für Pflanzen, die dort von Besuchern kostenlos untergestellt werden konnten. Am Ende konnte man dann die Einkäufe abholen und Richtung Auto gehen. Eine sehr gute und praktische Idee! Ich fand die Ausstellung wirklich wunderschön – einzig und allein manche Menschen, die mir absichtlich in das Bild gelaufen sind, haben etwas gestört. Als Fazit kann ich nur sagen, dass die Blumen- und Gartenschau ein gelungener Abschluss einer tollen Reise war!

Rundbogen_mit_Luftballons

Kloster_Marmelade

Froschfiguren

 

Blumenimpressionen

Blumen

Rosen

 

Mit freundlicher Unterstützung vom Schlösserland Sachsen. Ich bedanke mich für die Zusammenarbeit und die tolle Bloggerreise! Außerdem will ich mich für die tolle Reisebegleitung bedanken – es waren wirklich zwei wunderschöne Tage!

Danke an Couchabenteurer, Jäger und Sammler Blog, 1 Thing to Do und TravelWorldOnline Traveller. Danke an Marlene von Couchabenteuerer für die Bilder von mir 🙂

 

Hat dir der Beitrag gefallen? Teile ihn doch mit deinen Freunden!

Sophia
Folge mir

Sophia

Ich heiße Sophia, bin Hobbyfotografin, wandervernarrt und in das Reisen verliebt.
Auf diesem Blog zeige ich euch, wie ich die Welt (durch meine Linse) sehe.

Ich berichte über Städtereisen, Kurztrips und Outdoor Erlebnisse - von Wandern bis zu Fallschirmspringen. Ein Blog für Tatendurstige, Kulturinteressierte und Abenteurer.
Sophia
Folge mir

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: