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„Die krassesten allerbesten Tipps“ für …

von Sophia
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Ja ich fange mit einem sehr reißerischen Titel an. Einfach, weil ich in einer Facebook Gruppe von Reisebloggern wieder einmal Kommentare zu einem mir mittlerweile sehr leidigen Thema gelesen habe.

Und seit gefühlt einem Jahr will ich nun meine Meinung in den großen Topf schmeißen, doch habe mich ehrlich gesagt nie wirklich getraut. Die Umgangsweise unter Bloggern kann manchmal doch recht rau und unfreundlich werden, wenn es um „wichtige“ Themen oder besser gesagt um Themen geht, an denen viele Blogger hängen. Doch da mein Blog und somit auch meine Person direkt davon betroffen sind (und ich mich öfters schon angegriffen gefühlt habe), ist hier jetzt mein Statement.

 

Disclaimer: In folgendem Text finden sich zu 100%iger Wahrscheinlichkeit überspitzte Formulierungen.

Und PS: Ich mag viele (Reise)blogger, das heißt der Text bezieht sich auf die lauten 5 % der Blogger und nicht auf die 95 % der Blogger, die nach der Devise „Kritik? Ja, gerne! Aber auch leben und leben lassen“ bloggen.

PPS: Bitte gendert den Text selbst, ich hätte zu oft Blogger/innen schreiben müssen. Daher: Bei allen Bloggern sind auch Bloggerinnen und bei allen Lesern auch Leserinnen gemeint.

 

Statement wozu überhaupt?

Zu der Kritik, aber auch zu dem Bashing (zu deutsch: heftige, herabsetzende Kritik) gegen Blogs, die SEO optimiert schreiben, die ihre Titel auch mit schicken Superlativen schmücken und dabei vor allem auf Tipps eingehen. Und genau so ein Blog bin ich, oder ist Sophias Welt (außer SEO optimiert, da ginge definitiv noch etwas…). Und das aus fünf gleich wichtigen Gründen. Diese zähle ich jetzt nicht auf, um mich zu rechtfertigen, sondern vielleicht mal den kritischen Stimmen einen Einblick hinter die Kulissen zu geben.

 

1.) Als ich mit meinem Blog angefangen habe, fiel es mir unheimlich schwer meine Emotionen und Gedanken in Worte zu fassen. Genauer genommen habe ich damit immer noch meine Probleme. Und so fielen mir strukturierte Texte, die sich auf eine Problemlösung (z.B. Suche nach Ausflugszielen mit Kindern) fokussierten, viel leichter.

2.) Ich selbst veröffentliche nur Blogbeiträge oder Bilder, die mich selbst interessieren oder ich schön finde. Das heißt ich wäre theoretisch ein Leser meines eigenen Blogs. Ich habe genau das gleiche Suchverhalten wie meine Leser und ich lese auch gerne Beiträge wie „Bayerns schönste Ausflugsziele“, „Die schönsten Seen in Bayern“ und CO.

3.) Ganz kurz zusammengefasst: Die Leute klicken mehr. Der Punkt, bei dem ich wahrscheinlich am meisten Kritik bekommen werde. Aber ich freue mich einfach sehr, wenn Leute meine Blogbeiträge lesen und dann daraus etwas mitnehmen können. Abgesehen davon habe ich auch regelmäßig wiederkommende Leser/innen, das heißt so schlecht findet es wohl doch nicht jeder.

4.) Zusatz zu Punkt 3. Ich arbeite wöchentlich stundenlang an meinem Blog. Noch nie hat ein Hobby soviel Zeit von mir in Anspruch genommen. Ich blogge aus verschiedenen Gründen, doch vor allem, weil es mir unglaublich viel Spaß bereitet. Und irgendwann habe ich festgestellt, dass ich gerne mehr Leser auf meine Seite bekommen würde. Vor allem, wenn ich soviel Zeit investiere. Leser sind mir „wichtig“ , da ich kein privates Reisetagebuch wie zu Jugendzeiten schreibe, sondern einen öffentlichen Blog, in dem auch viel Arbeit steckt.

Daher habe ich angefangen mit Superlativen wie „Die schönsten Ausflugsziele in Bayern“ zu experimentieren und ich finde daran mittlerweile auch nichts Verwerfliches. Ganz einfach, weil es wirklich MEINE Auswahl der schönsten Ausflugsziele in Bayern ist. Denn das ist der Unterschied zwischen Wikipedia und Sophias Welt.

Erklärung: Ich habe einen interessanten und diffamierend gemeinten Vergleich gefunden: Dass die meisten Standard-Blogs mittlerweile wie Wikipedia Artikel zu lesen sind.

Hinter letzterem steht eine Person mit individuellen Interessen, welche sich eben in meinen „Auswahl der schönsten..“ Beiträgen wiederfinden. Ich erwarte im Gegenzug auch nicht, dass sich bei einem anderen Blogger mit demselben Titel die gleichen Ausflugsziele befinden, denn dieser Blogger ist auch eine Person mit individuellen (und sehr wahrscheinlich anderen!) Interessen. Und den Lesern würde ich auch eine Mündigkeit nicht absprechen, denn diese sehen, dass ein Blog dahintersteht (siehe Namen: Sophias Welt- ReiseBLOG) und können sich mit ihrem Klick entscheiden, ob sie den Beitrag aufrufen wollen.

PS: Ich finde an „Bloggen als Hauptberuf“ überhaupt nicht schlimmes und freue mich sehr für die Blogger, die sich diesen Traum erfüllen konnten. Natürlich gibt es auch hier manchmal gerechtfertigte Kritik, doch im Grunde sei es doch jedem gegönnt, wenn er einer so vielfältigen Arbeit nachgehen kann!

5.) Es gibt Blogger, die es unglaublich gut schaffen mit ihren Reiseberichten zum Träumen zu verleiten und Texte zu schreiben, die einen einfach mitreißen. Ich bin keiner von diesen Bloggern. Und das ist auch vollkommen in Ordnung, denn es gibt genau dieses Talent bei anderen Menschen. Ich verschlinge selbst zum Beispiel dutzende Bücher von Reiseautoren wie z.B. Andreas Altmann. Es ist nicht so, als ob es keinen guten Reisejournalismus mehr gibt.

 

Mein Blog

Ja, ich habe keine literarischen Meisterwerke auf meinem Blog, doch ich bin stolz darauf, dass ich vielen Menschen unbekannte Regionen näher bringen und Menschen inspirieren konnte Deutschland zu erkunden. Natürlich würde ich mich auch sehr freuen mehr persönliche Reiseberichte auf meinem Blog unterzubringen, doch bis es soweit ist, bin ich einfach nur stolz wie Bolle auf meinen Blog.

Doch ich hatte früher aufgrund Aussagen anderer Blogger oft das Gefühl mein Blog sei weniger „wert“, da dies oft genauso  kommuniziert wurde (nicht gegen mich persönlich!). Ich habe mich sehr oft schlecht gefühlt Wörter/Sätze wie „Die schönsten..“;  „Bucket List“, „Tipps“ etc. zu verwenden, weil ich genau wusste, wie viele Blogger darüber denken. Doch Kommentare wie diese haben mich mitunter davon überzeugt, dass ich meinen Blog definitiv in erster Linie nicht für andere Blogger, sondern für interessierte Leser schreibe, die eben genau nach solchen Keywords/Suchbegriffen suchen.

 

Wow, danke für die tollen Inspirationen! Das sind so schöne Ideen und ich habe gerade gemerkt, wie wenig ich davon abgehakt habe. Deutschland hat mehr zu bieten, als gedacht. Wird direkt abgespeichert : )

oder

 

Hey, Sophia,
ein sehr toller Beitrag über die Ausflugstipps in Bayern! Vor allem die Bilder sind ein Traum! Ich selbst liebe es in der Natur unterwegs zu sein, vor allem zusammen mit meinem Mann und meinen beiden Kindern. Mit Sicherheit werden wir einmal wieder in Bayern unterwegs sein, da kommen mir deine Tipps gerade gelegen. Bald fahren wir nämlich in den Urlaub nach Südtirol, dort gibt es auch traumhaft schöne Plätzchen! Danke dir für die wertvollen Tipps!

 

Resümee

Und das wichtigste zum Schluss: Lasst die Leute machen, wie sie es wollen und sich damit wohlfühlen. Jeder ist anders und das ist auch gut so. Und wenn ihr wirklich Angst davor habt, dass alles nur öder Einheitsbrei wird, packt euch an der eigenen Nase und schreibt doch einfach „gegen den Strom“. Aber seid euch bewusst: Mit dem Strom schwimmen ist völlig in Ordnung und genau so viel wert! Ihr müsst ja solche Beiträge auch nicht lesen, keiner zwingt euch dazu. Und wenn ihr Kritik üben wollt, dann bitte nur konstruktiv. Das geht auch ohne bestimmte „Arten“ von Bloggern oder Blogs zu denunzieren. Habt noch einen schönen Tag und wir sehen uns bei den nächsten besten Tipps 😉

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