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Kallmünz ist ein kleiner Ort, liegt knapp 25 Kilometer nördlich von Regensburg und ist immer einen Ausflug wert! Aufgrund der Lage wird Kallmünz auch gerne als Perle des Naabtals bezeichnet.

Wir haben im Sommer einen Tagesausflug nach Kallmünz gemacht, um dort wieder einmal auf die Burgruine zu spazieren und durch die historischen Straßen zu bummeln. Wenn man von Regensburg nach Kallmünz fährt, ist die Burg auf dem Schlossberg das erste, was man von dem Ort sieht. Die Burgruine ist das Wahrzeichen der Stadt und ein beliebtes Ausflugsziel. Wir haben am Friedhofsplatz geparkt – hier hält auch der Bus, falls du mit diesem ankommen solltest – und haben von dort aus über die Steinerne Brücke die Naab überquert. Hier bietet sich schon ein toller Blick auf Kallmünz mit seinen bunten Häusern, der Burg und der Naab. Alles wirkt sehr malerisch und idyllisch.

 

 

Besonders sehenswert neben der Burg ist die Pfarrkirche St. Michael, in welcher auch der Kunstmaler Josef Wittmann tätig war und das Haus ohne Dach in der Vilsgasse. Das Haus ohne Dach befindet sich in der Altstadt von Kallmünz und ist eine sogenannte Wohnhöhle, das heißt die Wohnung ist eine Höhle, welche in einen Dolomitfelsen gebaut wurde. Von der Wohnung sieht man nur eine Mauer mit Tür und Fenstern, innen besteht die Wohnhöhle aus einem Flur, einem Wohnzimmer und einer historischen Räucherkammer.

Mittlerweile wurde in die Wohnung ein Dach gebaut, welches von außen nicht zu sehen ist, damit kein Wasser durch die Felsen in die Wohnung kommt. Die Wohnung ist zwar unbewohnt, aber für Touristen nicht zugänglich. Von außen kannst du die interessante Wohnung aber bewundern!

 

 

Auf zur Burg(ruine)

Von der ehemaligen Höhenburg in Kallmünz sind nur noch der Bergfried, der Palas und Mauerreste erhalten. Die Burg thront über der Stadt Kallmünz auf einem Bergsporn und ist direkt vom Marktplatz aus zu erreichen. Von diesem geht man knapp 10/15 Minuten zum Burgeingang.

 

 

Die Burg Kallmünz ist ein Teil der Burgensteige im Regensburger Land, welche auf knapp 200 Wanderkilometern über 40 Burgen miteinander verbinden. Die Burg ist in etwa Anfang des 12. Jahrhunderts entstanden, durch karolingische und ottonische Friedhöfe wurde die Besiedlung des Gebietes bereits ab dem 8. Jahrhundert belegt. Hier dann eine Burg zu erbauen, war ein taktisch sehr kluge Entscheidung, da Kallmünz eine gute Lage besaß – einerseits hier fließen die Flüsse Naab und Vils zusammen und auch Fernstraßen trafen hier ein.

 

 

Die Burg wurde zweimal zerstört und nur einmal erneut wieder aufgebaut. Als Erstes trafen sie die Landshuter Erbfolgekriege und dann die Schwedenzerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Nachdem sie eine zeitlang als Steinbruch für Kallmünz herhalten musste, wurde dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschlossen die Burg zu erhalten und zu erschließen. Und so steht sie bis heute da und ist zugänglich für Wanderer, Geschichtsliebhaber und Interessierte!

 

 

Der Weg zur Burg hoch führt über relativ steile Treppen, daher eignet er sich nicht für Kinderwägen etc. Wenn man oben dann angekommen ist, wird man mit einem wunderschönen Ausblick auf Kallmünz und den Oberpfälzer Wald belohnt!