Top

Eine meiner liebsten Kindheitserinnerung an das Wandern ist eine Tagestour, die ich mit meiner Familie gemacht habe und uns auf einen Berg geführt hat. Mein Opa erzählt heute noch voller Belustigung, wie ich mich mitten in den Weg setzte, anfing zu heulen und nicht weitergehen wollte. Bis alle irgendwann weitergingen und ich dann beleidigt hinterher stampfen musste. Wie du dir vielleicht denken kannst, ist dies immer noch eine sehr beliebte Anekdote an Familienfesten!

 

Ich als Kind am Arbersee

 

Mittlerweile setze ich mich (normalerweise) nicht einfach beim Wandern hin, fange an zu weinen und will nicht weitergehen. Die Angewohnheit habe ich mir (fast) abgewöhnt. Fast abgewöhnt deshalb, weil ich das vielleicht doch das ein oder andere Mal die letzten Jahre gemacht habe. Meine armen Mitwanderer… Aber wenigstens bin ich irgendwann trotzdem weiter gegangen!

Nachdem ich ein paar Jahre nicht wirklich wandern war – vor allem als Jugendliche nicht- habe ich mich immer weniger damit beschäftigt. Als ich dann 2016 für knapp ein halbes Jahr nach Sachsen und somit auch nahe an die sächsische Schweiz gezogen bin, habe ich mehr aus einer Laune (und Langeweile heraus) wieder mit leichten Wanderungen angefangen und mich dabei sehr in die sächsische Schweiz und ihre harte wirkende Felslandschaft verliebt. So bin ich auf den Lilienstein gewandert und habe das erste Mal die Bastei(brücke) gesehen. Letzeres war schon immer ein Traum von mir, seitdem ich ein Bild eben dieser jahrelang als Desktophintergrund hatte. Vielleicht kannst du dich auch noch an die vorgefertigten Windows Hintergründe erinnern?

 

Basteibrücke

Basteibrücke

 

Als ich dann wieder zurück nach Regensburg zog und den Stress der Wohnungssuche und die Anfangsphase des Studiums hinter mich gebracht habe, juckte es mich auch schon in meinen Füßen und ich wollte anfangen die Umgebung von Regensburg zu erkunden. Und somit war ich mit Felix, den ich zu der Zeit kennengelernt habe, öfter um Regensburg herum wandern. Seitdem gehört Wandern definitiv zu meinen liebsten Hobbies, da sich hier für mich drei Dinge, die ich liebe vereinbaren – Natur, Fotografie und Gehen.

Wandern bedeutet für mich auch irgendwo meinem Alltag zu entfliehen, sei es nur für ein paar Stunden, um meinen Körper und meinen Geist zu stärken. Nicht, dass ich meinen Alltag nicht liebe und genieße, doch beim Wandern kann ich mich völlig meinen Gedanken widmen, ohne über etwas Bestimmtes nachdenken oder einen weiteren Punkt meiner „To-do“ Liste abhaken zu müssen. Es ist einfach der perfekte Ausgleich zu dem immer (von außen) stressiger werdenden Leben.

 

Koasa Trail Wandern

 

Wanderst du schon oder gehst du noch spazieren?

Aber ist Gehen und Wandern nicht dasselbe? Auf der einen Seite mag das stimmen, doch tituliere ich nicht jeden Spaziergang als Wandern. Sonst könnte ich ja auch sagen, dass ich täglich zum Supermarkt wandere… Daher muss es einen Unterschied zwischen Wandern und spazieren gehen geben.

Natürlich gibt es für beide Bewegungsformen auch Definitionen. Laut diesen ist ein Spaziergang zum Zeitvertreib und eine Wanderung ist „Gehen über mehrere Stunden“. Laut des deutschen Wandervereins zählt eine Wanderung erst als solche, wenn du 1 Stunde unterwegs bist, eine passende Ausrüstung und die Tour geplant hast. So ungefähr kommen diese Definitionen auch an meine ganz eigenen Vorstellungen vom Wandern und spazieren gehen. Spaziergänge sind für mich vor allem in meinem Alltag integriert und dauern nie länger als 1-2 Stunden. Und genau da fangen Wanderungen bei mir erst an. Außerdem habe ich bei jeder Wanderung mein Proviant/Trinken und meine Kameraausrüstung dabei; bei Spaziergängen hingegen nicht. 

 

 

Und so kam ich dann zu meiner ersten längeren Wanderung – einer Weitwanderung, die zwar nur 5 Tage dauerte, aber auch meinen Blick auf das Wandern beeinflusste. Es ging auf den Koasa Trail in Tirol in Österreich. Der Weg war sowohl anstrengend als auch wunderschön zugleich! Die Naturschauplätze in St. Johann haben so unglaublich viel zu bieten und jede Etappe hält definitiv mehr als ein Highlight bereit. Während der Wanderung habe ich viel nachgedacht und auch beschlossen meinen Blog mehr auf die Richtung Outdoor & Wandern auszulegen und in diesem Bereich mehr Erfahrung zu sammeln. Denn ehrlicherweise bin ich noch eine Wanderanfängerin. Und das soll sich unbedingt ändern!

Wanderst du gerne und wie bist du zum Wandern gekommen?

Hej! Ich bin Sophia und zeige dir auf meinem Blog meine Sicht auf die Welt. Du findest hier Wandertipps, Outdoor Abenteuer und viele Ideen für deine nächste Deutschlandreise!

post a comment