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Nachhaltiges Regensburg – Das Füllgut, die Mehrwegerei

von Sophia
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Heute stelle ich dir das Füllgut, Regensburgs Unverpacktladen, vor. Hierfür durfte ich der Besitzerin Jasmin Simmel ein paar Fragen stellen, die ich netterweise auf meinem Blog veröffentlichen darf 🙂

Das Füllgut liegt in der Oberen Bachgasse mitten in der Regensburger Altstadt und hat unter der Woche von Dienstag bis Freitag von 11-18 Uhr und am Samstag von 10-15 Uhr geöffnet. Was ein Unverpacktladen eigentlich ist, dürfte fast jedem schon alleine durch den Namen bewusst sein. Hier kannst du einkaufen – doch ohne die umweltbelastenden Verpackungsmaterialien. Plastik ist nicht erst seit gestern ein großes Problem; und je mehr Menschen sich des Problems bewusst werden, desto mehr kann sich ändern. Dafür gibt es in vielen Städten Workshops zum Themen wie Precycling, Müllvermeidung im Alltag und viele mehr. Ein toller und sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung!

Und dazu zählt auch ein tolles Projekt wie der Unverpacktladen, den ich dir in dem folgendem Interview gerne vorstellen würde. Warst du schon einmal in einem Unverpacktladen einkaufen?

 

Regensburgs Unverpacktladen

 

Interview mit Jasmin vom Füllgut

Woher kam die Idee den Laden zu übernehmen?

Ich habe vorher schon Kurse zum Thema Müllvermeidung gehalten, einen davon gemeinschaftlich mit den Vorbesitzern. Zu der Zeit, als ich davon erfuhr, dass sie den Laden aufgeben mussten, befand ich mich selbst in einem beruflichen Umbruch. Ich kam aus einem Bürojob als Grafikerin und wollte mehr Kundenkontakt haben. Als ich dann von der Schließung erfahren habe, war mein erster Gedanke, dass Regensburg unbedingt so einen Laden braucht. Doch um herauszufinden, ob Regensburg auch wirklich einen Unverpacktladen haben will, habe ich die Crowdfundingkampagne gestartet. Und es hat ja dann sehr gut geklappt! 🙂

Wenn man es positiv vorlebt, kann man andere anstecken.

 

Gibt es denn genügend Interessenten in Regensburg und kommen auch viele Kunden von außerhalb in deinen Laden?

Es gibt mittlerweile einen schönen Kundenstamm; eine bestimmte Zielgruppe gibt es eigentlich gar nicht. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wer alles in den Laden kommt. Natürlich sind darunter sehr viele Studenten, die sich engagieren, aber auch viele ältere Menschen und “Neulinge”, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen wollen, kommen hierher. Auch von außerhalb kommen öfters Besucher, der Bedarf an Unverpacktläden außerhalb von Regensburg ist noch nicht gedeckt.

 

Wie funktioniert das Konzept eigentlich genau?

Das Grundprinzip ist ganz leicht: Es soll kein neuer Müll entstehen. Dabei können die Käufer ihre Lebensmittel in die von ihnen mitgebrachten Behälter füllen – Gläser, Dosen, Boxen etc. . Dosen und Gläser können hier auch gekauft, gebrauchte Papiertüten ebenfalls benutzt werden, wenn welche zur Verfügung stehen. Auch Leihgläser haben wir hier; falls welche benötigt werden.

 

 

Wie ist die Resonanz von den Medien bis jetzt?

Es gab bis jetzt wirklich sehr viel Resonanz! Es kommen immer sehr viele Anfragen ins Haus geflattert, auch sehr viel von Studenten. Ich habe bis jetzt sehr viel Unterstützung erfahren – durch Interviews, Videos und Artikel, die meinen Laden vorgestellt und so unterstützt haben.

 

Was verkaufst du mehr – Lebensmittel oder “Verbrauchsmittel” wie Seifen, Waschmittel?

Das ist tatsächlich ganz unterschiedlich. Zum Beispiel verkaufen sich Haferflocken, die ja in den üblichen Lebensmittelläden in Papier verpackt sind, richtig gut – Die sind der Renner schlechthin! Ich glaube die Menschen fangen in einem Punkt an, wo sie sagen, dass es vom Preis her gut vertretbar ist. Und bei anderen Produkten hätten sie dann zum Beispiel Bedenken, dass es schnell teuer wird. Ein weiterer absoluter Renner momentan sind Haarseifen.

Lebensmittel wie Mehl und Haferflocken, die es in Papierverpackungen im Supermarkt gibt, werden auf jeden Fall gut gekauft. Ich glaube nicht, dass die Leute zwischen den beiden Sachen unterscheiden; die einen kaufen das und die anderen etwas anderes.

 

Fügst du immer wieder neue Produkte hinzu?

Ich habe damals ein großes Sortiment übernommen, habe aber dann schon viel aufgestockt. Ich versuche immer eine größere Bandbreite zu haben; sodass der Kunde im Prinzip hier alles findet, was er braucht. Das Sortiment wird auf jeden Fall immer wieder erweitert z.B. kommen Weihnachtsgeschenke dazu.

 

Und meine letzte Frage: Findest du, dass der Markt in Regensburg an nachhaltigen Läden schon gedenkt ist? 

Ich glaube nicht. Ich denke, dass es absolut mehr nachhaltige Läden in Regensburg geben sollte. Und ich glaube, dass die Leute daran auch großes Interesse haben. Ich könnte mir in Regensburg zum Beispiel ein keines nachhaltiges Kaufhaus vorstellen. Ich denke da ist noch Luft nach oben und viel Potenzial da!

 

Offenlegung: <<Unbezahlte>>Werbung. Ich wurde hierfür weder bezahlt  noch beauftragt. Die Links hinterlege ich nur als Hilfe.

 

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