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Rügen war von uns gar nicht eingeplant und somit eher eine Aus-dem-Bauch-heraus Entscheidung. Wir haben uns spontan ein AirBnB gebucht und sind ein paar Tage darauf nach Rügen gefahren.

Rügen ist die flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands und liegt vor der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern. Die Insel ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel und lädt an vielen Ecken zum Verweilen und Erleben ein. Mir persönlich haben die Tage an der Nordsee ein bisschen besser gefallen, da ich die Wattwanderungen unglaublich schön fand, aber Rügen hat definitiv seinen eigenen Reiz! Da wir nur zwei Tage bei sehr hohen Temperaturen auf Rügen unterwegs waren, habe ich jetzt nur 5 Tipps für deinen Kurztrip nach Rügen. Warst du schon einmal auf Rügen und was hat dir am besten gefallen?

Baumwipfelpfad Prora – Über Rügen

Ich bin ein Fan von Baumwipfelpfaden, somit dufte ein Ausflug zu dem Baumwipfelpfad auf Rügen nicht fehlen. Wir haben den Pfad kurz erst vor Eintrittsende (der letzte Einlass ist 1,5 Stunden vor dem Ende der Öffnungszeiten) betreten und hatten somit fast den ganzen Baumwipfelpfad für uns. So konnten wir ganz in Ruhe fotografieren, die Stationen durchprobieren und die Ruhe des Waldes genießen.

Der Baumwipfelpfad schlängelt sich 1250 Meter lang 4-17 Meter über den Wald bis hin zu dem Aussichtsturm.  Der Turm ist 40 Meter hoch und bietet eine tolle Panoramaaussicht auf die Rügener Landschaft und Ostsee. Übrigens windet sich der Aufstieg um eine 30 Meter hohe Rotbuche und bietet durch Informationstafel einen interessanten Einblick in das Lebend er Buche. Der ganze Baumwipfelpfad ist komplett barrierefrei; da die maximale Steigung der Aussichtsturm mit 6 % hat. So ist der Weg für Kinderwägen, Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung gut begehbar. Auf dem Pfad gibt es wieder verschiedenen Lern- und Erlebnisstationen, an denen Besucher mehr über den Pfad und den Wald  in Erfahrung bringen können.

Informationen

  • Öffnungszeiten: Januar-März 09:30-16:00 Uhr, April 09:30-17:30 Uhr, Mai-September 09:30-19:30 Uhr, Oktober 09:30-17:30 Uhr, November/Dezember 09:30 – 16:00 Uhr
  • Hunde sind auf dem Pfad nicht erlaubt (Ausnahme: Begleithunde)
  • Eintrittskarten werden nur 1,5 Stunden vor Schließung verkauft (dasselbe gilt für den Einlass)

 

Mein Fazit: Ein sehr lohnender Ausflug mit einem unglaublichen 360 Grad Ausblick auf Rügen! Hier sieht man Rügen noch einmal von einer anderen Perspektive aus. Der Pfad ging sehr schön durch den schattigen Wald und hat lustige Erlebnisstationen/Mitmachstationen bereit gehalten z.B. kurze Balancierelemente. Wir hatten glücklicherweise sehr schönes Wetter, so dass die Aussicht wahrlich atemberaubend war!

 

Der fast nördlichste Punkt Rügens – Kap Arkona

Dann berichte ich dir heute nicht von meinem Besuch am nördlichsten, sondern am fast nördlichsten Punkt auf Rügen. Auch gut, denn das Kap Arkona ist ohne Frage unbedingt einen Besuch wert! Doch was versteht man überhaupt unter dem Kap? Das Kap ist eher gesagt eine 43 hohe Steilküste, die aus Kreide und Geschiebemergel (Sediment, welches direkt vom Gletscher ablagert) besteht. Neben uns finden sich hier jährlich etwa 800.000 Besucher ein! Daher zählt das Kap auch zu den beliebtesten Ausflugszielen auf Rügen. Wenn du von dem großen Sammelparkplatz entweder mit der Bummelbahn oder zu Fuß zum Meer wanderst, kannst du alles sehen, was das Kap sonst noch ausmacht – zwei Leuchttürme, einen Peilturm, Militärbunker und sonstige touristische Läden. Von den drei Türmen Schinkelturm, Leuchtfeuer und Peilturm kannst du auch eine tolle Aussicht auf die Umgebung genießen! Wusstest du schon? Das Kap Arkona war der sonnenreichste 2014 und 2015 Ort Deutschlands.

Hinweis: Ein großes Problem birgt das Kap allerdings! Im Winter kommt es hier oft zu großen Abbrüchen. Dementsprechend sind auch viele Stellen gesperrt oder die Wanderwege an der Küste weitere ins Inland gelegt. Bitte passe hier dementsprechend auf und respektiere die Regeln und Gefahrenschilder!

Kreidefelsen

Kommen wir nun zu einer weiteren sehr beliebten Sehenswürdigkeit Rügens – den Kreidefelsen. Ich kannte die Kreidefelsen vor allem durch Caspar David Friedrichs Gemälde “Kreidefelsen auf Rügen”. Falls du Caspar David Friedrich nicht kennen solltest: Er ist ein sehr bedeutender Maler der deutschen Früh-Romantik und bekannt für Landschaftsmalerei.

Die Kreidefelsen sind nicht nur als Sehenswürdigkeit beliebt, sondern auch das Wahrzeichen von Rügen.  Die Farben hier haben mich am meisten beeindruckt – das Wasser schimmert türkis, die Felsen erstrahlen in einem Weiß und werden von grünen Wäldern umgeben. Eine Wahnsinns-Kulisse! Die Kreidefelsen auf Rügen erstrecken sich über eine Länge von 15 Kilometern von Sassnitz bis Glowe.

Wie gelangt man zu den Kreidefelsen?

Eine Wanderung am Strand der Kreideküste entlang ist ein tolles Erlebnis. Doch dafür muss man natürlich erst einmal zu dem Strand gelangen. Das kannst du bei dem Abstieg zwischen Sassnitz und Lohme beim Kieler Bach. Dort geht es ein dann hinunter zum steinigen Ufer. Dort erwartet euch eine traumhafte Kulisse – die über 100 Meter hohe Felswand steht vor euch!

Wie sind die Kreidefelsen entstanden?

Die Felsen haben sich schon vor mehr als 50 Millionen Jahre zusammengesetzt! Bestandteile wie kalkhaltige, fossilartige Überreste von Kleintieren, Sand, Lehm und andere Gesteine haben die Kreidefelsen geformt.

 

Das mediterrane Flair genießen

Für mich strahlt Rügen ein ganz besonderes Flair aus, welches mich sehr an Südeuropa erinnert hat. Vor allem auf dem Hochuferweg ist mir das aufgefallen, als ich gerade am Fotografieren von Segelschiffen zwischen/neben Sträuchern und Bäumen war. Temperaturen über 30 Grad und das türkise Wasser haben dann noch seinen Teil dazu beigetragen.

Auf Rügen findest du idyllische Buchten, klares Wasser und beeindruckende Landschaften. Und das Ambiente ähnelt dem der südlicheren Regionen sehr. Also genieße das mediterrane Flair bei einem Spaziergang an der Ostseeküste, mache ein Picknick am Strand und tauche eure Füße (oder mehr) in das Wasser ein.

 

Kleiner Kulinariktipp am Ende

Schon öfters habe ich das Restaurant Dolden Mädel in Binz als Empfehlung im Internet gesehen und schließe mich den Empfehlungen an. Hier finden auch Vegetarier und Veganer leckere Burger und Pommes und kommen auf ihren Genuss.

Hej, ich bin Sophia! Was ich besonders mag: (Weit)wanderungen, veganes Essen, Schnee, Bayern, Musik, Fotografie, Serien, Regensburg.

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