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Ausflugsziel – Schloss Moritzburg bei Dresden

Schloss Moritzburg liegt in der Gemeinde Moritzburg bei Dresden. Das ehemalige Jagdhaus wurde im 18 Jahrhundert zu einem Jagdschloss umfunktioniert und verdankt sein heutiges Aussehen August dem Starken. Doch auch schon das damalige Jagdhaus bestand aus den unverkennbaren 4 dicken Rundtürmen, die durch eine Wehrmauer verbunden waren. Da Ende des 17. Jahrhunderts August der Starke zum katholischen Glauben übertrat und König von Polen wurde, brauchte er ein katholisches Gotteshaus. Schloss Moritzburg erhielt die Ehre und kurz darauf auch die katholische Weihe. Noch heutzutage finden Gottesdienste in der Kapelle statt. Anfang des 18. Jahrhunderts kam es dann zu einem Umbau. Das Schloss wurde verändert; es wurden neue Teiche und Tierhegege angelegt. Mit dem Tod von August dem Starken endete der Umbau. In den folgendenen Jahrhunderten kam noch das Fasanschlößchen, das Marcolinihaus, der Venusbrunnen, der Hafen, der Moritzburger Leuchturm und letztendlich das Museum für Barock hinzu. Auch die Schlosskapelle wurde im 20. Jahrhundert restauriert.

Informationen für euren Ausflug

  • Öffnungszeiten: 20. März – 4. November; täglich von 10:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass ist um 17 Uhr)
  • Hinweis: Das Historische Porzellanquartier kann nur im Rahmen der Schlossführungen besucht werden
  • Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: 17. November 2018 – 03.März 2019; Di – So: 10:00 – 17:00 Uhr (Montag ganz geschlossen)
  • Hier gilt auch die schlösserlandKARTE
  • Eine genaue Anfahrtsbeschreibung findet ihr hier

Moritzburg

Moritzburg_Engel

Die Ballustradenterassen sind mit Jäger-und Kinderfiguren geschmückt. Interessanterweise kann man übrigens die 5 kleinen Teichhäuser als Ferienwohnung mieten. Die Häuser sind direkt am Wasser gebaut.

Moritzburg_Fassade

Der Hauptgrund, warum ich mich so auf Schloss Moritzburg gefreut habe, war der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödl“. Dieses Märchen zählt zu meinen Lieblignsweihnachtsfilmen und das Schloss war teilweise Kulisse für eben diesen Film. Der Dreh hier dauerte ungefäht zwei Wochen. Die Rampe an der Gartenseite und der Haupteingang wurden für Filmszenen verwendet.

Aschenbrödels_Schuh

Die kulinarische Seite des Barocks

Bei der Führung durch das Schloss und die Räume haben wir viel über die Kulinarik des Barocks kennengelernt – von den gängigen Küchenuntensilien bis hin zum Speiseplan des Adels. Vor allem die immensen Mengen, die von den hohen Damen und Herren am Hof täglich verspeist wurden, lassen einen schon sehr verdutzen. Eins habe ich auf jeden Fall gelernt: Der Schein trügt!

Die barocken Speisen und Getränke mögen vielleicht köstlich erscheinen, waren es aber nach dem heutigen Standard bzw. Empfinden gewiss nicht. Und gesund sowieso nicht!

Moritzburg

Führung durch die Räume

Neben dem Speisesaal, der als nächster Punkt kommt, gibt es noch zwei weitere bedeutende Räume – der Monströsensaal und der Steinsaal, in dem Sammlungen von Geweihen aufbewahrt werden.Im Monströsensaal befinden sich 39 krankhaft veränderte Geweihe. Ich fand die Säle geschichtlich sehr interessant, aber gleichzeitig auch sehr gruselig.

Im Monströsensaal ergänzen die Geweihe die Ledertapeten, während sie im Speise- und Steinsaal vollkommen im Mittelpunkt stehen. Hingegen zu Speisesaal befinden sich im Steinsaal Rehe- und Elchgeweihe. Hier ist das Geweih eines Riesenhirsches besonders. Dieses weist ein Alter von über 10.000 Jahren auf, stammt wahrscheinlich von Krim und war ein Geschenk des Zaren Peter der Große an August den Starken.

Ein weiterer sehr beeindruckender Raum ist das Federzimmer. Dieses ist seit 2003 seit einer Restaurierung wieder zu besichtigen. Anfang des 18 Jahrhunderts erwarb August der Starke ein Prachtbett für das japanische Palais. Erst 1830 kam das Bett nach Schloss Moritzburg. Die Vorhänge und der HImmel bestehen aus ungefähr 1 Millionen Federn von Ente, Fasan und Perlhuhn.

Moritzburg_Saal

Im Speisesaal befinden sich 71 Rothirschtrophäen, unter anderem auch mit 19,8 Kilo das schwerste bekannte Rothirschgeweih der Welt. Die Trophäen weisen ein Alter von 270-400 Jahren auf und stammen meist aus dem sächsischen Gebiet. Das Tischgedeck wurde nach bestehendem Wissen orignialgetreu aufgebaut.

Moritzburg_Tisch

Offenlegung: Ich wurde für drei Tage vom SchlösserlandSachsen eingeladen mehrere Stationen zu besuchen und darüber zu berichten. Mir wurde der Eintritt und die Führung in Schloss Moritzburg übernommen. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

 

Für Pinterest

Pinterest_Moritzburg

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