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Baden-Württemberg ist das drittgrößte Bundesland von Deutschland und zählt mittlerweile zu meinen Lieblingsbundesländern. Wenn ich mal so überlege, ist Baden-Württemberg auf meiner “Liste” gerade auf Platz 3, den es sich mit dem Saarland teilt – Platz 1 belegt natürlich (was auch sonst?) Bayern, gefolgt von Sachsen. In die sächsische Schweiz verliebe ich mich einfach immer wieder neu! Doch hier soll es ja um Baden-Württemberg gehen..

… Wenn ich ganz ehrlich bin, konnte ich viele Jahre lang Baden-Württemberg nicht viel abgewinnen, doch meine Sichtweise änderte sich schlagartig, als mein jetziger Freund, gebürtiger Schwabe, in mein Leben trat. Und so entdeckte ich auf meiner Reise durch Deutschland und danach wunderbare Orte von Baden-Württemberg und habe mich ganz leise und heimlich auch in dieses schöne Bundesland verguckt. Und da ich natürlich mittlerweile ein paar Orte besucht habe, will ich dir nun von meinen fünf liebsten Orten in Baden-Württemberg erzählen! Was sind denn deine Lieblingsorte?

 

1. Baden Württembergs schönste Stadt – Tübingen

Ach Tübingen, du erwärmst mein Herz schon an einen Gedanken an dich! Tübingen zählt für mich zu den schönsten Städten in Deutschland und ist einfach immer einen Besuch wert. Die Stadt liegt direkt am Neckar etwa 30 Kilometer von Stuttgart entfernt. Doch was kannst du eigentlich in Tübingen erleben? Das wohl bekannteste Erlebnis ist eine Stocherkahnfahrt auf dem Neckar. Also fangen wir doch gleich damit an.

 

1.1. Tübingen zu Wasser – Stocherkahnfahrt auf der Neckar

Die Stocherkähne gehören für mich so unverwechselbar zu Tübingen wie unser Dom zu Regensburg. Die Stocherkähne sind  eine stadtbezogene Besonderheit und weit überregional bekannt.

Wusstest du schon? Dass wir mit einem Stocherkahn die Neckar befahren und uns die schöne Gegend anschauen können, war vor gar nicht so langer Zeit noch nicht einmal möglich! Denn erst vor 30 Jahren ermöglichte es der Bürger- und Verkehrsverein der Stadt Tübingen, dass jeder eine Stocherkahnfahrt mitmachen darf. Lange Zeit war dies nämlich nur den Menschen mit eigenen Kähnen vorbehalten!

  • Tipp: Das Stocherkahnrennen in Tübingen. Das jährliche Rennen zählt zu den Höhepunkten des Jahres. (Übrigens: 2018 waren es 15.000 Besucher!)
  • Karten für eine Stocherkahnfahrt findest du auch in der Touristeninformation (i-Punkt direkt an der Neckarbrücke)
  • Es werden auch “kulinarische” Fahrten angeboten (z.B. eine Weinprobe oder ein Sektempfang auf dem Stocherkahn)

 

Tübingen Ansicht

 

1.2. Ein Spaziergang durch die Altstadt

Ach Tübingens Altstadt. Ein wahrlicher Augenschmaus! 

Das Rathaus ist wunderschön und zählt neben der Neckarfront wahrscheinlich zu Tübingens beliebtesten Fotomotiven. Meiner Meinung nach völlig zu Recht. Das vierstöckige Rathaus beeindruckt mit einer aufwendig bemalten Fassade, welche erst 2016 renoviert wurde. Der Neptunbrunnen direkt auf dem Marktplatz und vor dem Rathaus und wird daher auch gerne Marktbrunnen genannt. Der Name “Neptunbrunnen” verdankt er dem römischen Gott Neptun. Den Brunnen, wie er heute zu sehen ist, geht auf einen ursprünglich steinernen Brunnen aus dem 17. Jahrhundert zurück. Der heutige Brunnen wurde 1947 neu enthüllt und steht seitdem unverändert an Ort und Stelle. Wenn du durch die Altstadt von Tübingen gehst, stoßt du auch irgendwann auf die Unterstadt.

Diese Ecke Tübingens wird auch Gôgenviertel oder Tübinger Weingärtnerviertel genannt. Wie der Name schon vermuten lässt, war dies der Gegensatz zu der Oberstadt, in der die reicheren Bürger gelebt haben. In der Unterstadt lebten vor allem die Weingärtner und Handwerker. Heute findest du hier neben viel Geschichte auch Weinstuben.

 

 

1.3. Tübingen von oben sehen

Tübingen hat natürlich noch mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wie zum Beispiel die Stiftskirche oder das Schloss Hohentübingen! Und das tolle an diesen Sehenswürdigkeiten ist – du kannst Tübingen von oben betrachten! Denn wie bei jeder Stadt stellte sich mir die Frage: Wo kann ich die Stadt von oben sehen? Leider konnte ich aus Zeutgründendie beiden Möglichkeiten nicht nutzen, gebe diese aber gerne auch an euch weiter:

  • Ein Besuch des Schlosses lohnt sich nur nur wegen des Museums, sondern auch wegen des Ausblicks auf die Stadt
  • Auch von der Stiftkirche aus bietet sich euch ein schöner Blick über Tübingen (Für 1 € kannst du den Turm erklimmen)

Willst du noch ein bisschen mehr über Tübingen erfahren? Dann kannst du hier in meinem Beitrag “Deshalb lohnt sich Tübingen – 6 gute Gründe” noch ein bisschen schmökern.

 

2. Ein wahres Juwel der Schwäbischen Alb – Blaubeuren

Blaubeuren war mir bis dato nur aufgrund des Blautopfes bekannt, und hat mich dementsprechend total mit seinen Facetten überrascht! Blaubeuren liegt im Talkessel der Urdonau und wird auch Perle der Schwäbischen Alb genannt. Nicht nur wegen der archäologischen, landschaftlichen und geologischen Schätze trägt die Stadt den Titel “Perle”. Doch was kannst du eigentlich in Blaubeuren erleben? Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit ist der Blaubeurer Blautopf. Also fangen wir doch gleich damit an.

 

2.1. Der wirklich blaue Blautopf

Der Blautopf  liegt malerisch inmitten von Blaubeuren, umrandet von der Mühle mit historischer Schmiede und dem Kloster. Den Namen trägt “Deutschlands berühmteste Karstquelle” aufgrund seiner türkis-blauen Farbe. Denn nicht nur durch den Blautopf, sondern auch dank der Kulisse ist dieser Ort wie aus einem Märchen entsprungen. Dazu kommt dann noch die Sage um die schöne Lau und schwups fühlen wir uns auch wie in einem Märchen! Um was es in der Sage um die schöne Lau geht?

Eduard Mörike hat sich vom Blautopf zu einer Geschichte inspirieren lassen. In der Sage wird erzählt, dass eine Wassernixe, die schöne Lau, im Blautopf wohnte. Sie war weder gut noch böse und kam sogar bei dem Klang der Klosterorgel an die Oberfläche, um den Klängen zu lauschen. Doch die Nixe hat ein trauriges Schicksal; sie wurde ihrem Mann- einem Wasserkönig des Schwarzen Meers – verbannt, da sie keine lebenden Kinder gebären konnte. Ihre Verbannung konnte sie nur durch eines aufheben – indem sie fünf mal herzlich lachte. Unter anderem durch einen Zungenbrecher der Blaubeurer konnte die Nixe wieder  lachen. Und nach dem fünften Lachen wurde die Verbannung aufgelöst und sie konnte wieder zu ihrem Gemahlen zurückkehren.

 

 

2.2. Fahren mit dem Blautopfbähnle

Hast du Lust auf Nostalgie? Dann ist das Blautopfbähnle bestimmt etwas für dich! Mit dieser nostalgischen Bahn kannst du tolle Fahrten in und rund um Blaubeuren machen. Das Bähnle fährt euch durch die Innenstadt, zum Blautopf oder sogar zu Höhlen und einem Biosphärengebiet. Hier findest du alle Fahrten.

 

2.3. Besichtigung des Klosters Blaubeuren

Doch nun weg vom Blautopf, hin zum Kloster! Denn dieses ist nur wenige Meter vom Blautopf entfernt und ebenfalls sehr spannend; ganz besonders der Hochaltar.

Heutzutage werden die Gebäude als Gymnasium und Standort der Evangelischen Seminare Maulbronn und Blaubeuren genutzt. Sofort ist mir aufgefallen, dass die Klosteranlage sehr gut gepflegt und erhalten ist, besonders gefallen haben mir neben dem Altar auch der Klostergarten mit allerlei Kräutern.  Hier gibt es wirklich viel interessantes zu entdecken: Einen wunderschönen Kreuzgang, den eben erwähnten Garten und den Hochaltar. Der spätgotische und doppelflügelige Hochaltar ist das Highlight des Klosters (zu sehen auf dem 3.Bild). Dieser wurde von Bildhauern und Malern der Ulmer Schule erschaffen und ist sehr beeindruckend!

 

 

Willst du noch ein bisschen mehr über Blaubeuren erfahren? Dann kannst du hier in meinem Beitrag “Sehenswürdigkeiten in Blaubeuren” noch ein bisschen schmökern.

 

3.  Einer von Deutschlands höchsten Naturwasserfällen – Todtnauer Wasserfall

Seit 30 Jahren steht der Wasserfall unter Denkmalschutz und zählt zu den 10 schönsten Naturdenkmälern Deutschlands! Der Wasserfall stürzt 97 Meter über fünf Stufen in das Tal. Um barrierefrei zum Wasserfall zu gelangen, musst du beim Parkplatz Aftersteg am Kiosk halten. Dieser ist nicht zu übersehen, wenn du den Schildern folgst. Den Wasserfall fand ich sehr beeindruckend, es waren auch nicht so viele Leute dort, wie vorher angenommen. Der Weg mit verschiedenen Aussichtspunkten und Fotospots hat mir  besser gefallen als der direkte Weg von dem Kiosk zum Wasserfall; daher empfehle ich jedem weiter oben zu parken und den Rundweg zu gehen!

 

 

Reisetipp: Die schönsten Fotospots kannst du entlang des großen Wasserfall Rundwanderweges entdecken, z. B. kleine Wasserfälle mit Steinen zum Sitzen im Wasser oder eine Brücke über dem Wasserfall, die gefühlt in das “Nichts” führt. Der Wanderweg ist allerdings leider nicht barrierefrei.

 

4. Baden-Württembergs höchster Berg – Feldberg

Dieser ist nicht nur BaWüs höchster Berg, sondern auch die höchste Erhebung der deutschen Mittelgebirge. Reisetipp: Die eindeutig beste Aussicht hast du auf dem Aussichtsturm am Feldberg. Die Aussicht von dort oben ist wirklich traumhaft schön!

 

Feldberg im Hochschwarzwald

 

5. Aussichtsturm im Hochschwarzwald – Riesenbühlturm

Zum Riesenbühlturm kannst du entweder über die Ortschaft Schluchsee auf dem Riesenbühlweg direkt gehen (Startpunkt Touristeninformation) oder du machst es wie wir. Der Riesenbühlweg ist ein leichter Wanderweg, für den du etwa 1,5 Stunden brauchst. Wir haben hingegen woanders gestartet, da wir bis zum Sonnenuntergang nicht mehr viel Zeit hatten und diesen unbedingt auf dem Riesenbühlturm erleben wollten. Geparkt haben wir auf dem Sportparkplatz; der Weg hinauf zum Aussichtsturm hat etwa 15/20 Minuten gedauert. Oben angekommen geht es den Turm dann erst einmal hoch (nicht barrierefrei); für den Aufstieg wird übrigens kein Eintritt verlangt. Über Stufen aus Metallgitter geht es etwa 140 Stufen nach oben (Menschen mit Höhenangst tun sich vielleicht etwas schwerer hier!) und oben erwartet dich dann ein traumhafter 360 Grad Ausblick und ebenso ein scharfer Wind; daher auch hier bitte warm und windgeschützt anziehen!

Aber dank der Aussicht während des Wanderweges und auf dem Turm bekommt der Riesenbühlturm einen Eintrag in diesem Beitrag.

 

 

 

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Meine liebsten Orte in Baden-Württemberg

Hej, ich bin Sophia! Was ich besonders mag: (Weit)wanderungen, veganes Essen, Schnee, Bayern, Musik, Fotografie, Serien, Regensburg.

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