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Werbung | Fast ein Jahr ist nun seit meiner letzten Reise nach Dänemark vergangen und es gab wirklich viele Momente, in denen ich mich zurückgesehnt habe! Voller Vorfreude ging es dann dieses Jahr wieder im Spätsommer nach Dänemark, dieses Mal aber nicht nach Nordjütland, sondern auf die Ostseeinseln Südseeland, Møn, Lolland und Falster. In diesem Beitrag soll es um die Ostseeinseln Lolland und Falster gehen.

Offenlegung: In bezahlter Zusammenarbeit mit VisitDenmark war ich Mitte September eine Woche in Dänemark unterwegs. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst und ich gebe alles erfahrungsgetreu wieder.

Ein Land voller Kunst

Voller Erlebnisse im Gepäck führte mich nach ein paar Tagen auf Møn meine Reise weiter nach Lolland-Falster. Lolland ist die viertgrößte Insel Dänemarks und Falster die Verbindunginsel zwischen Lolland und Seeland. Die nächsten Tage waren eine Mischung aus Pilgern, Wandern, Kunst und Kulinarik – also eine perfekte Mischung, oder? Vor allem auf das Thema Kunst bin ich an den verschiedensten Punkten gestoßen und das ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man sich einmal die Kunst- & Kulturszene von Lolland-Falster genauer anschaut. Die Ostseeinseln sind ein wahres Eldorado für Kunst- und Kulturliebhaberinnen und warten mit spannenden Kunstgalerien, Kunstmuseen und -ausstellungen auf. Zwei dabei ganz besonders beliebte Sehenswürdigkeiten sind die Dodekalitten und das Fuglsang Kunstmuseum.

Sonnenaufgang an den Dodekalitten

Das mitunter spektakulärste Erlebnis auf Lolland-Falster war unsere kleine Sonnenaufgangswanderung zu den Dodekalitten. Die Dodekalitten sind ein Kunstmonument in der Nähe des Kragenæs Hafens. Das Wort Dodekalit kommt aus dem griechischen und bedeutet 12 Steine. Das Kunstwerk steht mitten auf den “Alpen von Lolland” und wurde von dem Bildhauer Thomas Kadziola geschaffen. Die Steinfiguren wurden aus Granit erbaut, wiegen 25-45 Tonnen und sind 7-9 Meter hoch (und damit wirklich sehr beeindruckend). Der Spaziergang zu den Dodekalitten beginnt meistens im Hafen von Kragenæ und führt einen durch ein bezauberndes Waldstück. Nach nur wenigen Minuten erblickt man dann auch schon am Rande des Waldes das Kunstmonument und geht ein Stück hinauf, bis man schließlich ankommt. 

Ich wollte dieses Erlebnis unbedingt bei Sonnenaufgang erleben, da hier die Stimmung ganz besonders magisch ist. In der Mitte des Kreises erfährt man die wahre Magie des Ortes – eine dafür komponierte und auf die Jahreszeiten abgestimmte Musik trägt nicht unwesentlich zum Zauber der Dodekalitten bei. Für eine Stunde habe ich es mir auf einem kleinen Stein gemütlich gemacht und die Sinneseindrücke der Musik und des Sonnenaufgangs auf mich wirken lassen. Nur eine weitere Person war neben uns schon zum Sonnenaufgang oben und ich denke auf uns alle hat der Ort auch eine tiefe Ruhe ausgestrahlt.

Fuglsang Kunstmuseum und Herrenhaus

Wie ich vorher schon erwähnt habe, ist das Fuglsang Kunstmuseum als eines der ältesten Kunstmuseen des Landes sehr bekannt unter Kunstliebhaberinnen und so durfte es natürlich nicht auf meiner Reise fehlen! Das Museum umfasst eine Vielzahl an Gemälden, Skulpturen, Grafiken und Aquarellen von Künstler:innen des 18-21. Jahrhunderts inklusive einer jährlichen thematischen Sonderausstellung. Der Besuch des Museums war ein tolles Erlebnis und eine gute Möglichkeit verschiedene dänische Künstler:innen kennenzulernen. Auch die Architektur des Gebäudes ist besonders hervorzuheben, vor allem das große Fenster inmitten der Kunstwerke, welches einen wunderbaren Ausblick auf die ruhige dänische Landschaft gibt. Es lohnt sich definitiv auch das Fuglsang Herrenhaus mit Garten anzuschauen und Zeit für ein Abendessen in den beeindruckenden Räumen des Herrenhauses einzuplanen.

Pilgertour Führung mit einer lokalen Pilgerpastorin

Seit Jahren habe ich mir gewünscht zu pilgern, angefangen natürlich mit dem klassischen Pilgerweg, dem Santiago de Compostela. Doch das habe ich bisher leider nicht geschafft und umso mehr habe ich mich über die Möglichkeit gefreut während dieser Reise mit der Pilgerpastorin Charlotte ein paar Stunden auf der dänischen Klosterroute unterwegs zu sein. Die dänische Klosterroute verbindet auf etwa 2300 Kilometern 50 Gebiete miteinander und ist voller Geschichte, Kunst und besonderer Natur.

Die Begegnung mit Charlotte hat bis heute einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auf unserer kleinen Wanderung erzählte sie von den zwei Pilgerrouten, die in Maribo kreuzen – der Jakobsweg und der eben genannte dänische Klosterweg, die ebenfalls eine Verbindung zu weiteren europäischen Pilgerwegen schaffen und jährlich immer mehr Touristinnen anziehen. Schnell wandern, ans Ziel kommen – das waren keine unserer heutigen Ziele. Eher ging es darum beim Gehen sich auf sein Inneres zu konzentrieren, nachzudenken und sich Zeit zu nehmen. Wir haben an Kraftorten innegehalten und Charlotte hat Gebete mit uns geteilt. Einen wunderschönen Nachmittag voller Gespräche über Philosophie, Gott, Pilgern und Lebenswünsche haben wir schließlich bei einem leckeren Stück Kuchen ausklingen lassen. Das Pilgerhaus umfasst ein Café, eine Herberge, einen Laden, Möglichkeiten für Gespräche und ist offen für alle (auch zum übernachten).

Besuch Die Grüne Welt

Nachhaltige Küche, ein eigener Küchengarten und Hofladen mit regionalen Zutaten? Da bin ich immer sofort begeistert dabei – so auch bei “Die Grüne Welt”, einer Mischung aus Restaurant, Hofladen und Küchengarten. Nur allzu gerne wollte ich auch gerne hier essen, doch leider fand genau an diesem Tag eine Privatveranstaltung statt und so konnte ich nur den Küchengarten und Hofladen anschauen. Der Garten mit mehr als 250 (!) essbaren Blumen, Kräutern und Gemüse erstreckt sich über ein großes Grundstück, von welchem das Restaurant das Herzstück ist. Auch eine Miniatur der Dodekalitten findet man hier!

Besuch Gedser –Dänemarks südlichster Punkt

Ein Ort darf bei deinem Besuch in Lolland-Falster auch nicht fehlen – der südlichste Punkt Dänemarks auf Falster, die Gedser Oddebucht. Hier kann man ein paar hundert Meter vor der Gedser Odde parken und zum Gebäude spazieren. Schon hier spürt man die gewaltigen Kräfte der Natur, wenn man gegen den Wind geht und die Wellen an die Küste schlagen. In dem früheren Militärgebäude auf dem Gelände finden oft Ausstellungen verschiedener lokaler Künstler:innen statt., wo ich mir auch gleich ein tierisches Andenken an meine Reise mitgenommen habe 🙂

Weitere Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

Besondere Unterkünfte auf Lolland-Falter

Übernachtung in Bådhuset (das Bootshaus)

Auch ein absolutes Highlight der Reise war die Übernachtung in einem Bootshaus/Bådhuset. Die kleine gemütliche Unterkunft bestand wirklich aus einem Boot und hatte eine private Terrasse, ein kleines Bad und ein Schlaf-/Wohnbereich. Mitten in der Natur bieten die Gastgeber hier drei verschiedene Unterkünfte an – das Bootshaus, ein Baumhaus und eine Strandhütte. Besonders die Terrasse mit Sofa und Blick aufs Wasser hat es mir angetan und so verbrachte ich die lauen Abendstunden nur mit Sonnenuntergang, Vogelzwitschern und Grillenzirpen gemütlich in dieser wunderschönen Umgebung. Wer eine Unterkunft ganz nah an der Natur sucht, in der man viel Entspannung und Frieden findet, ist hier genau richtig!

Nysted Strand Camping

Unsere letzte Unterkunft der Reise war der Campingplatz Nysted Strand Camping inNysted, bei welchem ich eine traumhafte Küstenwohnung in einem historischen Pavillon mit Blick auf das Meer hatte. Besonders hervorzuheben an dem Campingplatz ist vor allem die Auszeichnung mit dem EU-Blume-Zertifikat, einem europäisches Umweltzeichen. Damit ist der Campingplatz der erste und einzige in ganz Dänemark mit diesem Zertifikat. Ich habe den Aufenthalt hier und in Nysted, einer wahren Naturperle, sehr genossen!

Hej, ich bin Sophia! Was ich besonders mag: (Weit)wanderungen, veganes Essen, Schnee, Bayern, Musik, Fotografie, Serien, Regensburg.

kontakt@sophias-welt.de

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