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Die Reifen quietschen leise, als wir an dem Wasserloch ankommen, welches auf den ersten Blick eher einem Schlammloch gleicht. Ein Flüstern, ein herannahendes in der Sonne glitzerndes Auto und ein suchender Blick. Und dann steht er da. Trotz der äußeren Umstände – wir befinden uns schließlich mitten im Addo Elephant Nationalpark – war ich darauf nicht vorbereitet. Auf diesen Moment hätte mich nichts vorbereiten können. Er war so gewaltig, dass ich nicht nur plötzlich vergessen habe zu atmen, sondern mir auch die Tränen gekommen sind. Mein erster Elefant in freier Natur, den ich so hautnah erleben darf.

Unser Besuch des Addo Nationalpark zählt zu den prägendsten und beeindruckendsten Erlebnissen unserer Südafrikareise, denn niemals werde ich das Gefühl vergessen, welches ich beim Anblick der vielen Wildtiere in der Natur, hatte. Ich kann euch, vor allem zum Selbstfahren, den Addo Nationalpark nur ans Herz legen und nehme euch ein bisschen mit auf meine erste Safari.

Safari im Addo Elephant Nationalpark

Über den Addo Elephant Nationalpark

Der Addo Elephant National Park bei Port Elizabeth bietet die perfekte Möglichkeit malariafrei eine Safari in dem drittgrößten Nationalparks Südafrikas zu erleben. Hier kannst du nicht nur die Big 5 (Büffel, Elefant, Nashorn, Leopard und Löwe) erleben, sondern die Big 7! Hierzu zählen der Weiße Hai und Wale. Der Park wurde 1931 zum Schutz der elf letzten lebenden Elefanten der ganzen Region gegründet. Die Elefanten wurden damals Opfer von Wilderern und kurz vorm Aussterben in der Region.

Der Addo Nationalpark ist perfekt für einen Abstecher nahe der Garden Route. Für eine Safari im Addo Nationalpark solltest du mindestens einen halben Tag einplanen, welchen du in der Main Game Viewing Area verbringst. Noch besser ist ein ganzer Tag oder sogar mehrere Tage. In mehreren Tagen kannst du deine Strecke auf die Wege außerhalb der Main Game Viewing Area erweitern und dort auch zu der passenden Zeit und mit viel Glück die Big 7 sehen.

Alle wichtigen Informationen

  • Anreise: Das Addo Main Camp erreicht man von Port Elizabeth kommend über die N2. Dann nimmt man den Abzweig auf die R 335 und erreicht nach 52 Kilometern den Eingang zum Addo Elephant Park Main Camp. Der zweite Eingang ist das Mathyolweni Gate ganz in der Nähe der N2
  • Eintrittspreise: Wir haben (Stand 10.03.2022) 360 ZAR pro Person gezahlt, umgerechnet sind das um die 21 €
  • Öffnungszeiten: Die Rezeption des Hauptcamps ist täglich von 07:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, die Rezeption von Matyholweni ist täglich von 07:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, während das Tor bis 18:30 Uhr geöffnet ist
  • Klima: Das Klima ist gemäßigt bis heiß, von November bis Februar können die Temperaturen über 40 Grad liegen
  • Was du einpacken solltest: Genügend Wasser, Essen (Obst, Sandwiches), Kopfbedeckung, Sonnencreme und Sonnenbrille (aufgeladene Kameras dürfen natürlich nicht vergessen werden)
  • Wichtige Informationen für Selbstfahrer: Zu Beginn bekommt jede*r eine Straßenkarte mit Informationen zu Straßen, Wasserlöchern, Picknickplätzen, Look-Out-Plätzen, Toiletten und Restaurants.
  • Gleich beim Haupteingang hast du noch einmal die Möglichkeit zu tanken, Lebensmittel und Souvenirs zu kaufen und auch deine Scheiben waschen zu lassen
  • Während der Fahrt musst du stets im Fahrzeug bleiben und darfst nur an den Picknickplätzen oder an den ausgewiesenen Aussichtspunkten (auf eigene Gefahr) das Fahrzeug verlassen – du darfst auch keinen Müll einfach wegschmeißen (es gibt auch keine Mülleimer an den Picknickplätzen, daher empfiehlt es sich eine kleine Mülltüte selbst mitzubringen)
  • Die Verwendung von Drohnen ist strengstens verboten! Wenn du eine im Auto haben solltest, kannst du dies zu Beginn melden und sie wird versiegelt

Welche Tiere gibt es im Addo Elephant Nationalpark?

Und welche haben wir gesehen?

Wie der Name schon verspricht, kannst du hier besonders ein Tier gut sehen – Elefanten. Vor allem wirst du hier auch leichter als auf anderen Safaris auf größere Elefantenherden treffen. Doch der Addo Nationalpark beherbergt natürlich auch andere Tiere, wie die anderen der Big Five (Nashorn, Löwe, Leopard und Büffel). Neben den Big Five gibt es mehrere Antilopenarten, darunter das Kudu, Impala und die Kuhantilope, aber auch verschiedene Raubtierarten, darunter auch Geparde und Hyänen. Unser Highlight waren unter anderem auch Warzenschweine und Warzenschweinbabys – wie die Hyänen gehören diese zu den „Ugly Five“.

Tipps zur Tierbeobachtung und Informationen zum Selbstfahren

Im Addo Elephant Nationalpark kannst du zweierlei Safaris erleben – einmal eine geführte Safari in einem Open Vehicle oder eine Selbst-Fahr-Safari, die wir auch gemacht haben. In der Infobox weiter oben im Beitrag findest du alle wichtigen Informationen zum Selbstfahren, doch hier findest du auch noch einmal eine detailliertere Übersicht. Der Addo Nationalpark eignet sich für Selbstfahrer*innen wunderbar, sodass sich die Überlegung definitiv lohnt! Für einen Tagesausflug empfehle ich euch in der Main Game Viewing Area zu bleiben, denn hier gibt es genügend Routen und Wasserlöcher. Vor allem an letzterem kannst du dich an heißen Tagen orientieren, an den Wasserlöchern haben wir die meisten Elefanten und Büffel gesehen.

  • Heiße Tage an Wasserlöchern sind für Elefantenbeobachtungen am besten geeignet
  • Löwen und Tüpfelhyänen sind am häufigsten in den frühen Morgenstunden oder abends zu sehen
  • Am Sundays River leben Flusspferde
Informationen für Selbstfahrerinnen

  • Zu Beginn bekommt jede*r eine Straßenkarte mit Informationen zu Straßen, Wasserlöchern, Picknickplätzen, Look-Out-Plätzen, Toiletten und Restaurants
  • Tipp: Nimm einen Stift mit, um die schon gefahrenen Strecken auf der Karte zu kennzeichnen und das Animal Sightings Game zu spielen!
  • Gleich beim Haupteingang hast du noch einmal die Möglichkeit zu tanken und auch deine Scheiben waschen zu lassen
  • Die Straßen im Park sind für alle Fahrzeuge geeignet, nur für offene Wildbeobachtungsfahrzeuge brauchst du eine Sondergenehmigung (nicht jedes Straße ist fest)
  • Während der Fahrt musst du stets im Fahrzeug bleiben und darfst nur an den Picknickplätzen oder an den ausgewiesenen Aussichtspunkten (auf eigene Gefahr) das Fahrzeug verlassen – du darfst auch keinen Müll einfach wegschmeißen (es gibt auch keine Mülleimer an den Picknickplätzen, daher empfiehlt es sich eine kleine Mülltüte selbst mitzubringen)
  • Die maximale Fahrgeschwindigkeit beträgt 40km/h
  • Du darfst dich beim Fahren in den Game Viewing Areas niemals aus dem Fenster lehnen
  • Nicht auf „no entry“ Straßen fahren
  • Motorräder sind nicht erlaubt

Hej, ich bin Sophia! Was ich besonders mag: Wanderungen, veganes Essen, Schnee, Bayern, Musik, Fotografie, Serien, Regensburg.

kontakt@sophias-welt.de

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Tanja und Martin
1 Monat zuvor

Hallo Sophia,

ein toller Beitrag und wirklich tolle Bilder!
Wir waren auch schon einige male in Südafrika und haben dabei ebenfalls einmal den Addo Elephant Park besucht.

Wir fanden es dort auch richtig super!

Wir erinnern uns immer gerne an unseren Aufenthalt dort zurück 🙂

Viele Grüße,
Tanja und Martin