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Blick auf die Dünen in Dänemark

Werbung | Dänemark hat es innerhalb weniger Tage geschafft mich zu erstaunen und zu verzaubern. Selten hat mir ein Land so auf Anhieb gefallen und ich werde mich noch lange an unsere Wandererlebnisse, Begegnungen und die Natur Nordjütlands erinnern. In bezahlter Zusammenarbeit mit VisitDenmark und VisitNordjylland war ich Mitte September eine Woche in Dänemark wandern und habe die Wanderwege Nordjütlands kennenlernen dürfen. Dieses Mal war auch Felix mit dabei, der im Gegensatz zu mir über viele Jahre hinweg immer mal wieder in Dänemark Urlaub gemacht hat, während ich nur einmal für zwei Tage in Kopenhagen war. Also haben wir an einem Samstag im September, mitten im fließendem Übergang von Spätsommer zu Herbst, uns auf die Reise nach Dänemark per Zug gemacht.

Aufnahme von mir vor dem Meer

NORDJÜTLAND – LAND DES LICHTS

Unser Ziel der Reise war Nordjütland, in Dänemark auch besser als Nordjylland bekannt. Genannt wird die Region auch Land des Lichts, denn genau dieses macht Nordjütland unter anderem auch so besonders. Nach unserer Reise kann ich bestätigen, dass das Licht hier einfach magisch ist, denn hier findet sich gleichzeitig Sanftheit und Rauheit in der Natur, welche sich auch mit dem Licht stetig im Wandel zu befinden scheint.

Blick auf die Dünen in Dänemark
Aufnahme von mir in Dänemark

WANDERN IN NORDJÜTLAND

Wandern in Nordjütland ist ebenfalls etwas ganz Besonderes und ich hoffe dir meine Gefühle beim Wandern und Wandererlebnisse näherbringen zu können. Die Natur beim Wandern könnte nicht abwechslungsreicher sein. Wir kommen auf unseren fünf Wandertagen vorbei an Dünen, Heidelandschaften, Küsten, Klippen, Wälder, Sumpfgebieten und Bächen. Dadurch können wir die Region von ihrer facettenreichen Seite kennenlernen. Neben dem bekannten North Sea Trail gibt es den historischen Ochsenweg, der auch die Namen Hærvej und Heerweg trägt. Natürlich gibt es auch weitere zahlreiche und spannende Wanderungen mit unterschiedlichen Anforderungen und Längen. Wandern ist, wenn dann nur direkt an der Küste am Strand etwas beschwerlicher – hier kommt es aber auch stark auf die Festigkeit des Sandes und das Schuhwerk an – ansonsten ist es in Dänemark aufgrund der geringen Höhenunterschiede wirklich angenehm für jede und jeden zu wandern! Was man hier aber auf jeden Fall bedenken muss: es gibt in der Nebensaison natürlich auch Busse, die dich von B nach A zurückbringen können, doch diese fahren nicht oft am Tag, daher sollte man sich vorab immer informieren!

Unsere Etappen

An unserem ersten Tag in Dänemark haben wir die restliche Zeit am Strand von Klitmøller, welcher auch den berühmten Beinamen Cold Hawaii trägt, verbracht. Klitmøller ist ein Fischerdorf, welches seit ein paar Jahren durch eine bestimmte Sache immer mehr an Bekanntheit erlangt hat. Klitmøller ist nämlich ein weltweit beliebtes Surfparadies und wird deshalb auch Cold Hawaii genannt – sehr passend wie ich finde. Insgesamt haben wir sechs Tage in Dänemark verbracht, an fünf Tagen sind wir gewandert. Was ich vorab noch gerne sagen würde: aufgrund zwei Fußverletzungen, die ich nach der Reise erst diagnostiziert bekommen habe, konnten wir leider nicht die vorab ausgewählten Strecken, sondern nur Abschnitte davon gehen und wurden teilweise zu unseren Unterkünften gefahren. Doch nichtsdestotrotz konnten wir die wohl schönsten Sehenswürdigkeiten und Orte bewandern und kennenlernen.

TAG 1: VON KLITMØLLER NACH HANSTHOLM AUF DEM ALTEN RETTUNGSWEG

Möwen kreischen und ziehen über uns ihre Bahnen, das Meer bricht in hohen Wellen und der Wind rauscht uns um die Ohren. Wir befinden uns auf dem alten Rettungsweg, der uns von Klitmøller nach Hanstholm bringen soll. Anfangs waren wir uns nicht sicher, wo der Weg wirklich entlang ging, doch durch Zufall sind wir schnell auf dem richtigen Wanderweg gelandet. Der Wanderweg, welchen man an dem Rettungsboot-Symbol erkennen kann, wurde früher für die Rettung von Schiffsbrüchigen genutzt. Wir wandern durch den ersten Nationalpark Dänemarks, dem Nationalpark Thy. Er hat eine Fläche von 244 km² und wird auch der Nationalpark der Dünenlandschaften genannt. Auf unserer Wanderung sehen wir leider nicht alle Landschaften, die der Nationalpark umfasst, denn neben den Dünen und Dünenlandschaften lassen sich hier auch Küstenschutzpflanzungen, große Seen und landwirtschaftlich genutzte Flächen finden.

Fußspuren im Sand
Dünen und Meer
Fliegende Möwe

Auf dem Rettungsweg geht es fast durchgehend bis nach Hanstholm am Strand entlang, an welchem wir aus dem Fotografieren, Filmen und Staunen gar nicht mehr herauskommen. Beim Wandern haben wir links die Rauheit des Meeres und rechts die Sanftheit der Dünen, die uns beide knapp 10 Kilometer lang begleitet hat. Auf dem Strand sind uns in den ganzen Stunden, die wir auch dort verbracht haben – ich habe ja gesagt, das Fotografieren hat viel Zeit in Anspruch genommen! – nur eine Handvoll Menschen begegnet. Hier hatte ich das erste Mal seit Monaten das Gefühl durchatmen zu können. Die Meeresluft, das Rauschen der Wellen und die kreischenden Möwen trugen einen Großteil dazu bei. Auf dem Weg lohnt es sich definitiv auch immer wieder einen Abstecher auf die Dünen zu machen, um Klitmøller und die Dünen zu sehen und die Weite in sich aufzunehmen. Fakten zur Wanderung: 12 km, Schildern “Alter Rettungsweg” folgen, 260 m hinauf und hinab (das waren unsere Abstecher auf die Dünen)

Tipp für eine Unterkunft: Klitmøller Guest House, ein sehr liebevoll geführtes Gästehaus, welches unweit vom Strand und Cold Hawaii liegt. Wir haben unsere Nacht dann in einer Ferienwohnung am Lild Strand verbracht. Bei der Ankunft waren die Betten gemacht und es war für das Abendessen eingekauft, das wir selbst zubereiten könnten. Der Lunch für den nächsten Tag stand im Kühlschrank bereit. Dieses Konzept ist von Oh So Quiet entwickelt worden.

Kulinarischer Tipp: Unser erstes Abendessen hatten wir im Café Hawgus, die wirklich fantastische vegane/vegetarische Burger mit Pommes anbieten, welche uns die nächsten Tage noch oft bei großem Hunger in Verzückung gebracht haben (ja, wirklich!).

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TAG 2: VOM LILD STRAND NACH THORUP STRAND UND VON LYNGMØLLEN ZU SVINKLØV CAMPING

Der zweite Wandertag hätte fast nicht unterschiedlicher als unser erster Tag sein können – von der Geschichte, Landschaft und den Begegnungen her. Früh morgens gegen halb sieben sind wir noch im Nebel an unserer Ferienwohnung am Lild Strand gestartet. Aufgrund der frühen Uhrzeit waren wir dick eingepackt und haben uns schon auf den kommenden Tag gefreut. Mit den Erinnerungen an die Wanderung gestern ging es dann auf eine Heidelandschaft zu, welche tief im Nebel eingetaucht richtig mystisch gewirkt hat. Schon nach wenigen Minuten verschwand dann auch das letzte Haus aus dem Blickfeld und auf einem kleinen Trampelpfad ging es auf dem North Sea Trail in Richtung Bulbjerg, welcher das Highlight des heutigen Weges sein sollte. Auf dem Weg dorthin kamen wir nur an einem frühstückendem Camper vorbei, welcher es sich auf dem Parkplatz vor Bulbjerg gemütlich gemacht hatte. Doch was meine ich eigentlich mit Bulbjerg? Bulbjerg ist ein 47 Meter hoher Kalksteinfelsen, welcher eigentlich nur ein Überrest einer größeren Insel ist. Besonders an dem Felsen sind drei Sachen – einmal ist die Bulbjerginsel im Süden, Westen und Osten von ehemaligen, jetzt gehobenen Meeresboden umgeben; dann ist Bulbjerg auch der einzige Vogelfelsen ganz Dänemarks – hier brütet die Drei-Zehenmöwe und wenn man Glück hat, trifft man auch auf den Eissturmvogel; und drittens finden sich auf Bulbjerg auch ein Bunker mit einer kleinen Ausstellung. Die Geschichte des Bunkers hat ihre Wurzeln im zweiten Weltkrieg, denn hier diente Bulbjerg als Radar- und Hochposten. Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Bulbjerg und die Landschaft drumherum stehen unter Naturschutz! Hier ist auch eindeutig gekennzeichnet, wo man hingehen darf und wohin nicht! Es gibt vorgegebene Treppen und Pfade, an die man sich halten sollte.

Aufnahme von mir auf Berg

Der Blick nach Westen und Osten ist unglaublich beeindruckend, vor allem das Wetter hat die Rauheit der Küste noch einmal verstärkt. Was ich an den Aussichtspunkten hier so unglaublich gerne mag: man kann oft schauen, wo man gestartet ist und wo das Ziel der Wanderung liegt. Nachdem Felix von ein paar Mücken aus dem Bunker gejagt wurde und ich schon genügend Bilder gemacht hatte, ging es für uns dann weiter zu unserem ersten Etappenziel, zum Thorup Strand. Wieder durch eine Heidelandschaft, aber immer mit dem Meeresrauschen im Ohr, wanderten wir bis mittags gemütlich dorthin, um uns dort mit einer Einheimischen zu treffen, die uns mehr über den Fischerort erzählen wird. Der Thorup Strand ist der einzige in Dänemark gewerbliche aktive Küstenfischanlandungsort. Wir haben erfahren, dass hier in der Jammerbucht am Thorup Strand die Boote nach der Arbeit an den Strand gezogen und für die Fischerei wieder dank Kettenraupe und Seilwinde ins Wasser gezogen werden. Diese Besonderheit hat das Fischerdorf vor allem in Dänemark zu großer Bekanntheit verholfen, nicht zuletzt auch durch eine eigene Serie über das Leben der Fischergilde hier. So kam es, dass wir mit vielen TouristInnen am Strand standen und selbst in der ruhigen Nebensaison die Kameras und Handys nicht stillgehalten haben. Nach unserem Treffen wurden wir zur Mühle am Grønnestrand gefahren, um von dort aus weiter zu unserem Schlafplatz für heute zu wandern – zum Svinkløv Camping. Das letzte Stück war sehr ruhig, entspannend und ein schöner letzter Endspurt für den ereignisreichen Tag. Nach knapp fünf Kilometern sind wir dann an unserem Ziel angekommen und haben es uns in der großen Hütte gemütlich gemacht, gekocht und den nächsten Tag ein bisschen geplant.

Fakten zur Wanderung: 1. Etappe: 12 km, 130 m hinauf und hinab | 2. Etappe: 5 km, 80 m hinauf und hinab

Tipp für eine Unterkunft: (Hütte bei) Svinkløv Camping

Hütte auf Campingplatz
Wandern durchs Moor
Salamander in der Hand

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TAG 3: VON SVINKLØV CAMPING NACH TRANUM

Auch an unserem dritten Wandertag haben wir uns wieder früh morgens auf den Weg gemacht, um die frühen Morgenstunden ganz für uns beim Wandern zu haben. Dafür war es auch leider auch ein richtig eiskalter Morgen, der mich etwas auf dem falschen Fuß erwischt hat. Doch nach drei Lagen Sport- und Wanderkleidung ging es für mich (wie ein kleiner Yeti) gemütlich und für Felix mit einem leichteren Rucksack entspannt weiter. Auch heute haben uns wieder der North Sea Trail und die Heidelandschaft auf unserem Weg nach Tranum begleitet. Dank des Wetters konnte ich die Strecke erst richtig ab dem Naturschutzgebiet Fosdalen genießen. Hier führte uns der Wanderweg direkt in einen friedlichen Wald hinein, welchen wir durchquerten und immer wieder an Aussichtspunkten vorbeikamen. Auch eine lustige und nette Begegnung mit einer Kuhherde hatten wir, denn ein kleines Stück führte auch direkt durch die Weide der Kühe, die in dem Moment, als wir passieren wollten, den Wanderweg für sich beansprucht hatten.

Blick aufs Land

An unserem dritten Tag haben wir auch eine besonders spannende Unterkunft gehabt – wir durften in einem “Outdoor Schlafzimmer” von Blokhus Nature Camping schlafen. Die Outdoor Schlafzimmer sind sehr simpel aufgebaut – es gibt ein Doppelbett und Ausrüstung für den Abwasch und Kochen. Die Hütten stehen mitten auf dem schönen Campingplatz in der Natur. Blokhus Natur Camping ist ein naturbelassener Ort und will in Zukunft noch die Campingerfahrung ursprünglicher machen. So kann es natürlich auch vorkommen, dass ein Reh oder ein Hase einem vor dem Fenster Guten Morgen oder Gute Nacht sagen! Der Campingplatz liegt nur knapp sechs Kilometer von Blokhus entfernt, einem charmanten ehemaligem Fischerdorf, welches heute ein beliebtes Urlaubsparadies ist.

Fakten zur Wanderung: 14 km, 210 m hinauf und hinab

Tipp für eine Unterkunft: Natur Bauhütte bei Blokhus Natur Camping

Blokhus Hütte
Campingplatz
Blokhus Hütte

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TAG 4: VON BLOKHUS NACH GRØNHØJ

Nach einer erholsamen Nacht im Outdoor Schlafzimmer frühstücken wir gemütlich, sagen der Katze vor unserer Hütte noch Hallo und packen die letzten Sachen ein. Schweren Herzens nehme ich Abschied von der tollen Übernachtungsmöglichkeit und hoffe bald wiederkommen zu können. Die heutige Wanderung führt uns wieder auf dem North Sea Trail von Blokhus nach Grønhøj. Was mir sofort bei den ersten Metern auffällt, ist, wie angenehm es ist hier ist auf dem Strand zu laufen. An unserem ersten Tag war es für mich teilweise anstrengend nicht irgendwo einzusinken, doch hier ist der Sand extrem fest. Dies merke ich auch sehr schnell, als sich mir das erste Auto nähert und am Strand an uns vorbeifährt. Das habe ich tatsächlich auch noch nie gesehen, doch Felix hat mir schon davon erzählt. Hier begegnen uns schon ein paar mehr Menschen als in den letzten Tagen beim Wandern, doch es ist immer noch sehr ruhig und wunderbar angenehm.

Ich beim Wandern auf den Hügel
Ich lese eine Wanderkarte

Nach ein paar Kilometern verlassen wir den Strand und erreichen nach kurzer Zeit die Stiege 100, welche uns direkt zu Kettrup Bjerge, eine beliebte Wanderregion, bringen soll. Nach einem kurzen zweiten Frühstück an unserem ersten Aussichtspunkt gehen wir die Stiege 100, die auch sehr gerne von Einheimischen für Sport, Gassirunden mit dem Hund und ausgiebige Spaziergänge genutzt wird, entlang und genießen wieder einmal die Ruhe der Natur – diesmal wieder in einem Wald, der sich schon langsam bunt färbt und die ersten Blätter verliert. Angekommen in Kettrup Bjerge wird erst einmal die Kamera gezückt, denn wir haben nur ein paar Meter von uns entfernt Rehe gesehen, die sich tatsächlich auch in Ruhe von mir fotografieren lassen! Begeistert von dieser Begegnung und dem Erlebnis wandern wir in der hügeligen und wunderschönen Wanderregion, bis wir die ersten Ausblicke auf die Ferienhäuser und das Meer erhaschen. Und was soll ich sagen? Es sieht so idyllisch aus, dass ich am liebsten selbst in einem der Häuser einziehen und diese Region mit allen Sinnen genießen will. Doch natürlich muss es auch für uns weitergehen und so packen wir die Objektive ein und begeben uns auf den letzten Endspurt auf nach Grønhøj Strand. Unseren Abend haben wir dann in Løkken, einem idyllischen Urlaubsort, der vor allem in der Hauptsaison voll sein soll, in der Nebensaison hingegen angenehm ruhig ist, verbracht. In Løkken haben wir auch einen wunderbaren Strandspaziergang gemacht, der in einem noch schönerem Sonnenuntergang gemündet ist.

Fakten zur Wanderung: 14 km, 210 m hinauf und hinab

Tipp für eine Unterkunft: Kallehavegaard Badehotel in Løkken.

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TAG 5: VON RUBJERG KNUDE ZUM SKALLERUP SEASIDE RESORT

An unserem letzten Tag hatte ich leider wirklich Probleme viel zu gehen, deshalb haben wir auch das extrem liebe (vielen lieben Dank an dieser Stelle dafür!) Angebot von dem Besitzer des Kallehavegaard Badehotel Klavs angenommen uns zum Rubjerg Knude Fyr zu fahren, von wo wir dann zu unserer letzten Unterkunft und unserem letzten Ziel gewandert sind. Und hier hat uns gleich nochmal – perfekt als Abschluss dieser wunderbaren Wanderreise – eine beeindruckende Natur inklusive Sehenswürdigkeit überrascht. Der Leuchtturm Rubjerg Knude liegt ebenfalls mitten auf dem North Sea Trail und ist eine “kleine” Berühmtheit und ein Wahrzeichen der Region. Schon als wir uns dem beeindruckenden Leuchtturm genähert haben, hat es sich etwas surreal angefühlt. Mitten in Sanddünen, die mich an den Oman dieses Jahr erinnert haben, kam ein starker Wind auf, der einem den Sand in die Augen getrieben hat. Und wenn man sich mit dem Rücken zum Meer gestellt hat, hätte ich bei der Landschaft und dem Anblick auf keinen Fall als Erstes an Dänemark gedacht. Was an dem Leuchtturm noch so besonders ist? Durch die Nähe zum Meer und die stete Veränderung der Landschaft wurde er letztes Jahr um 70 Meter weiter ins Landinnere umgezogen. Der Leuchtturm stand so nahe an der Abbruchkante, dass er für seine Erhaltung unbedingt umgezogen werden musste.

Blick auf die Küste

Mit Sand in den Augen kamen wir von den Dünen hinab an gemütlich essenden Schafen vorbei hin zum North Sea Trail, der uns in kurzer Zeit zum Fischerdorf Lønstrup führte. Dieses ist seit den 80er Jahren regelrecht aufgeblüht und heute ein beliebtes Urlaubsziel. Doch die Blütezeit erlebte Lønstrup zwischen 1920 und 1940. Damals brachte die Eisenbahn unzählige Gäste in das Fischerdorf. Leider gab es aber auch hier Probleme mit Häusern, die zu nah am Meer gebaut wurden. Einige fielen dem zum Opfer, doch nachdem Orkan 1981 begann man dann mit Küstensicherungsmaßnahmen. Hier sind wir auch wieder an der Küste entlang gewandert, bis wir dann schon nach kurzer Zeit an unserer letzten Unterkunft, dem Skallerup Seaside Resort, angekommen sind. Erschöpft, aber glücklich hatten wir dann noch den perfekten Abschluss der Reise, da wir hier in dem Spa eine ganz fantastische Fuß-, Hand- & Kopfmassage bekommen haben. Am nächsten Tag ging es dann leider schon mit einem Koffer voller Erinnerungen und einem leichteren Rucksack wieder nach Hause zurück, doch ich kann auf jeden Fall sagen, dass mir diese Wanderreise unglaublich viel Spaß gemacht hat und wirklich ganz besonders war. Ich kann dir nur wärmstens empfehlen Nordjütland einen Besuch (oder mehrere Besuche?) abzustatten und dich selbst von dieser einzigartigen Natur zu überzeugen!

Fakten zur Wanderung: 7 km, 120 m hinauf und 160 m hinab

Tipp für eine Unterkunft: Skallerup Seaside Resort

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