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Obwohl ich hier in Regensburg mitten in der Oberpfalz sitze (und Regensburg auch Sitz der Regierung der Oberpfalz ist), war ich doch verhältnismäßig wenig in dem schönen Bezirk unterwegs. Umso mehr habe ich mich dann über die Möglichkeit gefreut mit der oberpfalzbahn zusammenzuarbeiten und zu reisen! Mit den Zügen der oberpfalzbahn geht es quer durch die Oberpfalz.

Werbehinweis: Dieser bezahlte Artikel fand in Zusammenarbeit mit der oberpfalzbahn statt. Meine persönliche Meinung sowie die Inhalte dieses Artikels wurden dadurch nicht beeinflusst.

Die Fakten auf einen Blick:

  • Fahrt mit dem Bayern-Ticket: ab 25 € pro Tag (bis zu vier weitere Personen mitnehmbar – Aufpreis von 8 € für jede weitere Person)
  • Kinder bis 6 Jahre kostenlos, bis zu drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren ebenfalls kostenlos

Die Strecke (zum Fahrplan):

  • Start: Regensburg
  • Zwischenstopps, u. a. Pfreimd, Regenstauf, Schwandorf, Nabburg, Weiden
  • Ziel: Marktredwitz

Ziel des heutigen Tagesausflugs war es eine bunte und abwechslungsreiche Mischung aus Natur, Stadt, Kultur und Kulinarik zu schaffen und ich denke mir ist das auch ganz gut gelungen, doch komm einfach mal mit und überzeuge dich selbst von der vielfältigen Oberpfalz! Zusammen geht es mit der oberpfalzbahn nach: Nabburg inklusive Stadtbesichtigung und Zwingerrundweg mit anschließender Wanderung nach Pfreimd über den grünen Eixlberg und Weiden inklusive Stadtspaziergang.

Stadtbesichtigung Nabburg und Zwingerrundweg

Entlang der alten Stadtmauer

Unser Ausflug beginnt natürlich in Regensburg, wo wir gemütlich morgens in die oberpfalzbahn einsteigen, um damit nach Nabburg zu fahren. Schon im Zug kriege ich richtig Lust endlich wieder etwas Neues zu entdecken und zu wandern – die letzten Wochen ging es zwar hin und wieder in den Bayerischen Wald, doch der Umzug nimmt viel Zeit in Anspruch und so habe ich die meiste Zeit in der Wohnung beim Packen und Renovieren verbracht. Doch heute nicht! Die Sonne strahlt durch das Fenster und schneller als gedacht tönt schon unsere „Haltestelle“ Nabburg aus dem Lautsprecher. Nun heißt es Rucksack schultern und am Bahnhof noch einmal schnell im Handy nachschauen, wo der Zwingerrundweg startet.

Nabburg in der Oberpfalz kannte ich bis dato nur vom Namen, war aber schon nach den ersten Metern erstaunt was für eine wunderschöne Stadt hier anzutreffen ist. Nabburg mit knapp 6000 Einwohnerinnen ist zwar nicht groß, kann aber mit einigen spannenden Sehenswürdigkeiten aufwarten und beeindrucken – perfekt für einen Tagesausflug!

Der Zwingerrundweg gehört zu einer der bekannten und wohl schönsten Sehenswürdigkeiten. Den Rundweg kannst du fast nicht übersehen, da viele Schilder in der Altstadt dich direkt auf den Weg führen, welcher entlang der alten Stadtmauer um die Altstadt herum und vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Obertor durch die Stadt führt. Der Name Zwingerrundweg stammt von der damaligen Burgbefestigung, welche aus einer Hauptmauer und einer sogenannten Zwingermauer bestand – der Zwingerweg verlief genau zwischen diesen beiden Mauern. Besonders schön dabei sind die Ausblicke über die Stadt und das Naaabtal, besonders auf die Stadtteile Venedig und Lederviertel, die schon seit dem Mittelalter bestehen. Wenn du den Blick über die Stadt schweifen lässt, fällt dir ziemlich schnell ein ganz besonderer Bau auf – die romanische Nikolauskirche im Stadtteil Venedig. Diese wurde im 12. Jahrhundert an einem Kreuzungspunkt zwei alter Handelswege erbaut und diente z.T. auch als Lagerraum für Waren der Handels-Kaufleute. Es wird auch angenommen, dass der Stadtteil nach den italienischen Kaufleuten (den Venedigern) benannt wurde.

Anschließend an den Zwingerrundweg ging es mit der Stadtbesichtigung zu Fuß weiter (einen Teil davon nimmt man ja beim Zwingerweg gleich mit 🙂 ). Schon auf dem Zwingerweg und auch während der Stadtbesichtigung fällt mir auf, wie intakt die Stadtmauer mit dem Obertor und Mähntor heutzutage noch ist – beeindruckend für die mittelalterliche Stadt und spannend anzuschauen!

Das wohl mitunter schönste Bauwerk ist die gotische Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist. Zu übersehen ist diese imposante Kirche, die auch das Stadtbild von Nabburg prägt, nicht, doch man kann sich grob an dem Markt orientieren, um von dort aus den Eingang zu finden. Einen Fakt, den ich besonders spannend finde, ist, dass die Kirche bei dem Bau unter dem Einfluss unseres Regensburger Doms stand. Im Inneren der Kirche finden sich zwei Besonderheiten – die einzigartige Doppelchoranlange und der geflügelte Löwe in einem der neugotischen Buntfenster, ein Zeichen für Auferstehung. Vorbei an der Stadtkirche kommen wir nun zum Markt von Nabburg und damit auch zum Alten Rathaus von Nabburg, welches mit einer spannenden Architektur besticht – markant ist besonders der Renaissance Vorbau mit dem Uhrturm. Doch auf mein liebstes Fotomotiv treffen wir nach dem Markt – das Mähntor, unter welchem die meisten Leute wahrscheinlich vor allem nur durchfahren, ist ein wirklich sehr gut erhaltenes mittelalterliches Stadttor.

Meine Tipps für Nabburg:

  • Der Mittelalterliche Markt findet wieder am 16./17. Juli 2022 statt (hier treffen sich Handwerker, Künstlerinnen, Musikanten, Nabburger Vereine und vieles mehr – hier findest du mehr Informationen dazu)
  • Ein absolutes kulinarisches Highlight ist das Nabburger Rittermahl mit einem 7-Gänge-Menü mit einem einzigartigem Unterhaltungsprogramm – hier findest du mehr Informationen dazu
  • Oberpfälzer Freilandmuseum, welches die Geschichte der letzten Jahrhunderte in der Oberpfalz zeigt (außerdem gibt es hier spannende Veranstaltungen wie eine Wildkräuterführung, Wildfrüchte, Klöppeln und vieles mehr – hier findest du mehr Informationen dazu)

Wanderung nach Pfreimd über den Eixlberg

Nach einem schmackhaften Mittagessen im Gasthof Kräuterbeck (und einer kleinen Pause nach dem deftigen Essen) musste ich dann leider schon Abschied von Nabburg nehmen, da als nächstes Ausflugsziel der Eixlberg bei Pfreimd auf dem Tagesplan stand. Gestärkt, mit großer Begeisterung und vielen Bildern auf der Kamera begann dann unsere entspannte 10 Kilometer Wanderung von Nabburg nach Pfreimd. Wieder durch die Altstadt von Nabburg führt der Weg dann auch schon relativ schnell ins Grün des Naturpark Oberpfälzer Wald. Zwar war es aufgrund dem guten Wetter der Tageszeit ziemlich warm, doch in den Wäldern konnte man sich dann ganz gut immer wieder abkühlen und eine Rast einlegen (das darf natürlich nie zu kurz kommen 😉 ).

Über den Karberg wandern wir nach Untersteinbach in Richtung Eixlberg. Schon nach kurzer Zeit kommen wir am über 500 Meter hohem und für Wanderer sehr beliebten Eixlberg an. Der Eixlberg ist schnell „erklommen“ und oben angekommen, sehen wir schon von Weitem eine Lichtung und wissen gleich, dass wir hier richtig sind. Aus dem Wald auf die Lichtung hinausgetreten, befinden wir uns an der Emmausklause und der wirklich beeindruckenden Wallfahrtskirche St. Barbara. Da wir unter der Woche unterwegs sind, ist die Emmausklause, in welcher man sonst wunderbar Brotzeit genießen kann, zwar nicht geöffnet, doch die Wallfahrtskirche schauen wir uns von außen gerne länger und in Ruhe an. Über St. Barbara rankt sich auch eine Sage, die ich dir natürlich auch kurz nacherzählen will…

Anscheinend wurde an der Stelle der Kirche hier im Wald vor langer Zeit zufällig das Bild der heiligen Barbara gefunden und wieder in die Kirche nach Pfreimd zurückgebracht. Deshalb hat der Landgraf Ulrich II. von Leuchtenberg an genau diesem Platz eine Kapelle errichten lassen. Die Kapelle wurde zugleich von den Bewohnern der Landgrafschaft reich beschenkt und oft besucht, doch zur ihrem Peck wurde sie zu Beginn des 30-jährigen Krieges niedergebrannt, doch ein paar Jahre später glücklicherweise wieder hergestellt.

Nach der kurzen Verschnaufpause geht es weiter, wir haben heute schließlich noch etwas vor! Den Eixlberg hinab führt uns der Weg direkt hinein in das kleine Städtchen Pfreimd. Zwei kleine Tipps an dieser Stelle: Solltest du Lust haben noch weiterzuwandern, kannst du über Unterköblitz direkt nach Wernberg-Köblitz (auch eine Haltestelle auf der Zugstrecke) wandern. Für die Rückfahrt nach Pfreimd oder Nabburg kannst du natürlich ganz bequem die Zuganbindung nutzen. Hast du Lust noch mehr von der Region zu erwandern und entdecken? Dann kannst du eine etwas längere Wanderung von Nabburg nach Pfreimd gehen und zwar auf dem Goldsteig-Rundwanderweg, welcher sich perfekt für eine 3-tägige Wanderung eignet! Und auch hier gilt wieder – bequemer als mit der oberpfalzbahn anreisen geht fast nicht 😉

Von Pfreimd ging es dann zur nächsten und für heute letzten Etappe – nach Weiden in der Oberpfalz. Bestimmt bin ich schon öfters durch oder an Weiden vorbeigefahren, doch einen Stopp mit Stadtbesichtigung habe ich bisher noch nie eingelegt. Umso mehr freut es mich auch endlich mal eine Stadtbesichtigung hier zu machen und dabei eine der größten Städte der Oberpfalz zu erkunden. Und wie es sich herausgestellt hat, war Weiden auch der perfekte Abschluss für einen abwechslungsreichen und gelungenen Ausflug (doch zu weit will ich natürlich auch nicht vorgreifen!).

Stadtbesichtigung Weiden

Vom warmen Wetter schon etwas erschöpft landen wir in Weiden und begeben uns erst einmal auf einen Spaziergang durch den schattigen Max-Reger-Park (im Hinterkopf auf der Suche nach einem erfrischenden Eis für die Abkühlung) und sind damit eigentlich auch schon mitten in einer der Sehenwürdigkeiten Weidens. Der Max-Reger-Park wurde natürlich nach dem bekannten Komponisten Max Reger benannt. Zu Ehren von Max Reger finden auch jährlich die Max-Reger-Tage, ein Klassik-Festival, statt. Wir werden noch auf der Stadtbesichtigung des Öfteren auf Spuren von dem Komponisten stoßen.  In der großen Anlage stoße ich auf viele verschiedene Denkmäler mit Geschichte, wie dem schönen Triton-Springbrunnen, eine Bronzefigur des Meergottes Triton und das Highlight des Parks. Doch auch auf weitere Besonderheiten, wie der Storchenbrunnen, der eine Allee ziert, die Nepomuk-Kapelle und das Max-Reger-Denkmal stoßt du hier bei deinem Spaziergang durch die bunte Parkanlage.

Tipp: Im Sommer finden im Max-Reger-Park die Weidener Sommerserenaden statt – auch ein musikalisches Festival, doch dieses Mal ist das Repertoire voll mit verschiedenen Musikrichtungen wie Schlager, Pop, Funk, Country und vieles mehr!

Unser Stadtspaziergang führt uns nun hinein in die Altstadt von Weiden, in welcher es nur voller beeindruckender Kulturdenkmäler zu wimmeln scheint – natürlich ist hier erst einmal der schöne Marktplatz zu erwähnen. Das Zentrum der Altstadt liegt zwischen dem Oberen Tor und dem unteren Tor und besticht durch die schönen, bunten Giebelhäuser und vielen kleinen Cafés und Läden. Direkt beim Marktplatz um die Ecke befindet sich die Stadtpfarrkirche St. Michael, die genau wie die Stadtpfarrkirche von Nabburg das Stadtbild Weidens prägt. Die Kirche hat eine teilweise sehr leidvolle Geschichte hinter sich, da sie von den beiden großen Stadtbränden 1536 und 1540 betroffen war und nach zwei Jahrhunderten noch einmal zu Schaden kam, als der Turm im 18. Jahrhundert einstürzte. Heute sieht man durch die vielen Neuerrichtungen nicht mehr viel von den Zerstörungen und man kann sich an der Barockkirche bei einem Stadtspaziergang erfreuen. Doch das wohl beeindruckendste Bauwerk Weidens ist die Josefskirche, welche sich auch mitten in der Altstadt befindet. Die Besonderheit der Kirche lässt sich in ihrem Inneren finden – das reich verzierte Deckengewölbe ist wirklich einzigartig! Doch auch der Jugendstil in der Kirche beeindruckt durch Naturdarstellungen wie z.B. Pflanzen. Wenn es zeitlich möglich ist, empfehle ich dir definitiv auch in die Kirchen hineinzuschauen! Eine Sehenswürdigkeit, die man auf keinen Fall bei einem Besuch auslassen sollte, die die Historische Stadtbefestigung, dazu gehören die Stadtmauer, das Obere Tor und das Untere Tor.

Ein Café/Restaurant, welches ich dir unbedingt näherbringen will, ist die „Firma Vegan Kitchen“, wo ausschließlich saisonal mit Zutaten von Bauern und Produzenten aus der Region gekocht wird. Auch das Nina&Velja’s kitchen ist sehr zu empfehlen – hier kannst du mehr erfahren. Für ein kühles Eis kann ich die die Cafés rund um das Obere Tor/den Marktplatz empfehlen, hier kannst du dich auch an vielen Ecken hinsetzen und dein Eis genießen 🙂

Mit vielen Bildern, Videos, neuen Geschichtskenntnissen und vielen schönen Erinnerungen hat unser Ausflug am Nachmittag ein wirklich schönes Ende gefunden und mit der oberpfalzbahn ging es zurück nach Regensburg. Wenn dich nun auch die Lust auf einen Ausflug mit der oberpfalzbahn gepackt hat, kannst du hier mehr erfahren.

Hej, ich bin Sophia! Was ich besonders mag: (Weit)wanderungen, veganes Essen, Schnee, Bayern, Musik, Fotografie, Serien, Regensburg.

kontakt@sophias-welt.de

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