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Aufnahme von mir auf einem Balkon

Das Klimaschutzgebiet Carezza Dolomites liegt in einer fantastischen Landschaft im Südtiroler Eggental. Zu Beginn der Reise wusste ich genau zwei Dinge – einmal, dass ich trotz aufkommender Angst wieder auf Skiern stehen werde und dass das Skigebiet Partner des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 ist. Doch die nächsten Tage sollte ich einen genaueren Blick hinter die Kulissen werfen und mehr darüber erfahren.

 

Werbehinweis: Die Pressereise fand in Zusammenarbeit mit dem Eggental Tourismus statt. Meine persönliche Meinung sowie die Inhalte dieses Artikels wurden dadurch nicht beeinflusst. Bezahlt wurden die Anreise/Abreise, die Übernachtungen, die Verpflegung und die Aktivitäten.

 

 

Erste aufregende Skistunde

Skifahren als Erwachsene lernen? Ob das so eine gute Idee ist? So in etwa waren meine Gedanken vor der Reise. Meinen ersten Skikurs habe ich als Kind im Pumucklland im Bayerischen Wald gemacht, doch als Jugendliche stand ich nur zweimal wieder auf Skiern. Für jeweils eine Abfahrt, da ich kein besonders großes Talent zum Bremsen aufwies und somit zweimal meine Gruppe umfuhr und mich nicht wirklich wohl auf den Pisten fühlte. Außerdem ist mir in den wenigen Malen auch im Sessellift einmal ein Ski heruntergefallen und ich bin aus Versehen auf einer vereisten schwarzen Piste gelandet und komplett auf dem Hintern hinuntergerutscht. Wie man vielleicht merkt, waren das nicht die besten Erfahrungen 😀

Eigentlich hätte ich danach gleich wieder auf die Piste gemusst, doch meine Angst war leider zu groß. Daher habe ich mich umso mehr gefreut, als wir gleich am ersten Abend der Reise erfahren haben, dass wir einen eigenen Guide für uns Anfänger*innen bekommen würden. Zu dritt hatten wir also am nächsten Tag in der früh unser erstes Aufeinandertreffen mit unserem super sympathischen Lehrer.

Auf den 41 Pistenkilometer bleibt auf jeden Fall auch für jeden genügend Platz zum Üben und es ging mehrmals im Pflug auf einer blauen Piste nach unten. Was mir schon zu Beginn auffiel, waren die  nicht existente Masse an Menschen. Heißt, dass es wirklich auf den meisten Pisten, die wir in den Tagen gesehen haben, im Vergleich zu mir bekannten anderen Skigebieten verhältnismäßig ruhig war. So hat man auch die perfekte Ausgangssituation für Anfänger*innen! Wir hatten viel Platz, viel Spaß und haben schon einiges zu der Technik und oft vorkommenden Fehlern bzgl. der Haltung etc. gelernt. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich sehr froh darüber war in einer Mini-Gruppe unterwegs zu sein und auch überhaupt keinen Druck zu haben. Leider habe ich mir nach kurzer Zeit den Nacken verletzt, sodass das Skifahren für mich ausfiel. Doch drei Sachen habe ich aus der kurzen Fahrzeit mitgenommen – Schlepplifte sind zwar nicht mein Favorit, doch gar nicht so schrecklich,  ich stelle mich anscheinend gar nicht so schlecht an (wie anfangs gedacht) und ich will unbedingt wieder auf die Piste und weiterlernen!

 

 

Die wunderbare Laurins Lounge

Mit dem König Laurin (einem aufregendem Sessellift) kann man zu Südtirols höchster Panoramalounge, der Laurins Lounge auf 2337 m, fahren. Die Lounge liegt direkt am Rosengarten Massiv und beeindruckt durch eine wunderschöne Panoramaaussicht. Hier liegt auch der Schauplatz der König Laurin-Sage. Die Sage ist ein mittelhochdeutscher Heldenepos / eine volkstümliche Sage, in welcher der Zwergenkönig Laurin für das Glühen der Berge in der Dämmerung, auch Enrosadira genannt, verantwortlich ist. Hier kannst du mehr darüber lesen. Von Laurins Lounge starten auch zwei schwarze Piste, auf denen man über rote Pisten auch ins Tal gelangen kann.

 

Klimaschutz und Skisport

Ist das miteinander vereinbar? Ein Blick hinter die Kulissen.

Doch kommen wir jetzt auch einmal zu dem Teil, der mir besonders wichtig ist und auch ein Hauptfokus der Reise war – der Klimaschutz. Die Hauptprobleme bei Skisport kann man ganz leicht und knapp zusammenfassen: Bei dem Bau einer Piste und den dazugehörigen Gondeln/Liften, Straßen und Hotels werden große Flächen von Wäldern gerodet und planiert (verhärtet). Auch Wildtiere leiden unter dem Verhalten von Skifahrern, falls diese die Pisten verlassen und den Tieren somit einen großen Stress aussetzen. Vor allem Rehe, Rotwild, Gämse, Steinböcke, Schneehasen und viele Vogelarten sind davon betroffen und erleiden auch häufig dadurch einen Erschöpfungstod. Ein großes Problem, welches vor allem die tieferliegenden Skigebiete trifft, ist der ausbleibende Schnee. Durch den Klimawandel sind jetzt schon die Folgen von fehlendem Schnee im Wintersport zu sehen – es werden immer mehr Schneekanonen eingesetzt, welche eine Menge Energie und Wasser (ver)brauchen.

Ein Hauptproblem beim Wintersport, und vor allem beim Skisport, ist die Anreise mit dem Auto. Und da schließe ich mich jetzt überhaupt nicht aus, ich bin selbst mit dem Auto auf diese Reise gefahren. Wenn man sich die Zahlen des Wintersports einmal anschaut, ist es wirklich schockierend –  bei den knapp 50 Millionen Touristen im Jahr (Alpenbereich) nutzen nur etwa 5 % die Bahn und dadurch übernimmt die Anreise mit Auto eine extrem hohe Menge des CO2 Ausstoßes. Skifahren wird nie der nachhaltigste Sport sein, doch jeder von uns kann daran arbeiten den Skiurlaub trotzdem möglichst nachhaltig zu gestalten.

  1. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, oft bieten Hotels/Skigebiete auch kostenlose Shuttledienste an. / Reisen mit dem Auto kompensieren – ich kompensiere meine Autoreisen immer mit myclimate
  2. Auf den Pisten bleiben!! Ein Punkt, den man nicht oft genug betonen kann
  3. Möglichst nachhaltige Skigebiete aussuchen
  4. Eine nachhaltige / zertifizierte Unterkunft wählen

 

Was macht das Skigebiet für den Umweltschutz?

Blick auf das Klimaschutzbündnis 2025

Das Skigebiet sieht die Natur wie wir alle als wichtigste Ressource, welche es auch so gut wie möglich zu schützen gilt. Seit nun 9 Jahren arbeiten sie an ihrem Unternehmensfußabdruck und sind mit dem Beitritt als erstes italienisches Skigebiet zum Klimaneutralitätsbündnis 2025 schon einen sehr wichtigen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Das Klimaschutzbündnis 2025 hat zum heutigen Stand 131 Bündnispartner. Mit diesen arbeiten sie in 5 Schritten daran das Unternehmen klimaneutral zu machen. Die Schritte sind: Messen, Reduzieren, Kompensieren, Zertifizieren, Kommunizieren. Innerhalb von max. 12 Jahren soll der Unternehmensfußabdruck der teilnehmenden Unternehmen klimaneutral werden.

Das Klimaskigebiet Carezza hat in den Jahren schon viel erreicht:

  • Bis zu 30 % des Treibstoffs für die Pistenpräparierung wurden eingespart
  • Bis zu 25 % des Stroms für die Beschneiung wurden eingespart
  • Das Gebiet ist Teil eines Nachhaltigkeitsprojekt, welches den Plastik- und Dosenmüll im Skigebiet reduzieren will
  • Die Speicherseen für die Schneeproduktion werden im Sommer natürlich befüllt
  • Das Wasser für die Schneeproduktion werden zum Großteil aus dem eigenen Speicherbecken bezogen
  • Die Lifte werden auch ausgeschaltet, wenn wenige Besucher vor Ort sind
  • Die Dauer der Pistenpräparierung wurde um eine Stunde reduziert, was eine Treibstoffreduzierung von etwa 25 % ausmacht

Eine wunderbare Unterkunft…

… Das Romantik Hotel Post Weißes Rössl

Die Unterkunft liegt mit Ausblick auf das beeindruckende Bergmassiv in Welschnhofen inmitten des Weltnaturerbes. Besonders erwähnenswert sind die Nähe zur Kabinenbahn und der kostenlose Hotel Shuttlebus, der einen mit der Ausrüstung zu der Talstation bringt. Außerdem kann man sich hier nach einem sportlichen Skitag ganz wunderbar in dem Spa- & Wellnessbereich entspannen.

 

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Hej, ich bin Sophia! Was ich besonders mag: (Weit)wanderungen, veganes Essen, Schnee, Bayern, Musik, Fotografie, Serien, Regensburg.

kontakt@sophias-welt.de

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Alex
Alex
1 Jahr zuvor

Sehr schöner Artikel. Es ist sehr interessant, dass es im Wintersport Initiativen gibt, die sich um Klimaschutz bemühen.
Gerne mehr davon 🙂

Ulrike
1 Jahr zuvor

Ganz toller Bericht.