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Blick auf Regensburg und die Steinerne Brücke

Werbung | Willst du tiefer in die Geschichte eintauchen? Dann komm mit mir auf eine Spurensuche in die Zeit der Römer!

Im September dieses Jahr habe ich eine Reise zu einer für unsere Gesellschaft und Kultur wichtigen Zeit unternommen, genauer gesagt in die Zeit der Römer. Ich war Teil einer Reise in die Vergangenheit und habe mehr über diese erfahren können. Eigentlich liegt mein Geschichtsunterricht noch gar nicht so weit zurück, doch in den letzten Jahren der Schule haben wir selten das Thema “Römer” behandelt, weshalb ich sehr viel ehrlicherweise nicht mehr viel Wissen über diese Zeit besaß. Doch das hat sich durch die Reise definitiv geändert!

Entlang der Donau (und des Donaulimes) und auf der Kulturroute “Die Straße der Kaiser und Könige” führte uns unsere Reise von Regensburg, meiner Heimatstadt, nach Enns.

 

Werbehinweis: Meine bezahlte Reise fand in Zusammenarbeit mit der ARGE Straße der Kaiser und Könige c/o Tourismusverband Linz statt. Meine persönliche Meinung sowie die Inhalte dieses Artikels wurden dadurch nicht beeinflusst.

 

Was ist der Donaulimes eigentlich?

Der Donaulimes, ein bedeutender archäologischer Überrest der Römerzeit, ist die Grenze des ehemaligen Römischen Reiches, welche entlang der Donau von Bayern bis nach Bulgarien geht. Doch auf unserer Reise tauchen wir nur tiefer in die Geschichte von Ostbayern und Oberösterreich ein.

 

Regensburg – Wo alles beginnt

Dass unsere Tour durch die Vergangenheit genau in Regensburg gestartet ist, ist kein Zufall. Denn genau hier, am nördlichsten Punkt der Donau, beginnt die Straße der Kaiser und Könige. Aufgrund zahlreicher Stadtführungen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe, kannte ich mich mit der Geschichte Regensburg noch ganz gut aus, doch ich habe auch hier wieder einmal gemerkt, dass es immer etwas Neues & Spannendes zu entdecken gibt.

In der Regensburger Altstadt findest du auf Anhieb viele Spuren der Römerzeit; die Stadt ist einer der wenigen Städte Deutschlands mit einer so langen Geschichte. Ich bin immer wieder beeindruckt, dass die Überreste dieser Zeit nach zweitausend Jahren immer noch so gut für die Nachwelt erhalten sind (siehe Porta Praetoria).

2000 Jahre Geschichte in Regensburg –  Eine sehr beachtliche Zahl! 179 n. Chr. wurde Regensburg, damals eher ein Legionärslager namens als Castra Regina – das Lager am Regen, für 6000 Soldaten errichtet. Durch die natürlich Grenze der Donau sollte die Grenze des römischen Reiches verteidigt werden. Wie wir in den nächsten Tagen noch lernen sollten, war in vielen Städten und Lagern mit unter die Lage der Lager für das Wachstum und die Bedeutung verantwortlich. Aufgrund der guten Lage an der Donau erlebte das Legionärslager ein schnelles Wachstum und wurde zu einer bedeutenden Handelsmetropole.

Besonders rund um den Dachauplatz stößt man durchgehend auf Überreste der Römerzeit wie die Porta Preatoria und die Stadtmauer. Selbst im Gebäude der IHK findet man noch Spuren der Römer! Doch um tiefer in die Geschichte der Zeit einzutauchen, begeben wir uns in das Historische Museum am Dachauplatz, welches mit einer großen Abteilung voller Exponate und Funde der Römerzeit aufwartet.

 

 

Die Römerabteilung des Historischen Museums hat neben spannenden Rekonstruktionen und Modellen auch anschauliche digitale Präsentationen, wo man sich zum Beispiel die Kleidung der Römer damals anschauen konnte. Die Abteilung ist auch aufgrund der informativen Tafeln und besonderen Ausstellungsstücke (Goldschatz, Römerrüstung) sehr interessant, wenn man sich in die Zeit zurückversetzen und mehr über die Geschichte der Stadt erfahren will.

 

Straubing und Künzig – Römerschatz & Amphitheater

Nach einem spannenden Anfang in Regensburg führte uns die Reise weiter nach Straubing und Künzig. Zwei Orte, an denen ich persönlich nicht viele Spuren der Römerzeit vermutet hätte. Doch da habe ich mich sehr getäuscht, denn in beiden Orten gab es beeindruckende Funde, die es sich definitiv lohnt anzuschauen!

Fangen wir in Straubing an, welches wahrscheinlich für viele vor allem wegen des Gäubodenfestes bekannt sein dürfte. Doch wusstest du, dass es hier einen beeindruckenden Schatz gibt? Im Gäubodenmuseum befindet sich das Highlight des Museums – der Straubinger Römerschatz. Dieser wurde am 27. Oktober 1950 bei Aushubarbeiten gefunden. Darunter waren Werkzeuge, Waffen, Statuetten und Paraderüstungen, die heute das Glanzstück der Ausstellungen sind. Die Paraderüstungen wurden von den Römern bei besonderen Feiertagen wie Totenehrungen oder Siegesfesten getragen. In Künzig, einer kleinen Gemeinde bei Deggendorf, hat niemand wirklich mit einem so imposanten Fund gerechnet. Denn hier wurden Reste eines römisches Amphitheater gefunden. Das Amphitheater soll ungefähr 34 x 29 Meter groß gewesen sein und etwa 600 Menschen Platz geboten haben. Und das bei einem kleinen römischen Lager! In dem Museum Quintana kannst du eine kleine Rekonstruktion des Fundes (Bild unten) sehen, da das Amphitheater oberirdisch nicht mehr erkennbar ist.

 

Passau, die Drei-Flüsse-Stadt

Auf Passau habe ich mich auch sehr gefreut, da ich hier tatsächlich – obwohl es nahe liegt – noch nie lange war. Doch dank unserer Stadtführung und Museumsführung konnte ich auch hier einen guten Einblick in die Geschichte der Stadt gewinnen. Passau hatte zur Römerzeit eine nicht unwichtige Stellung, da die Stadt eine Grenze zwischen zwei Provinzen dargestellt hat. Auch Passau hatte wie Regensburg eine gute Lage um sich hier etwas aufzubauen, da hier wie der Name “Drei-Flüsse-Stadt” schon vermuten lässt, die drei Flüsse Donau, Inn und Ilz zusammenfließen. Und wie wir schon gelernt haben, war die Lage am Fluss (und hier an drei Flüssen) immer ein Bonuspunkt für römische Lager! Hier wurde Ende des 1. Jhd. n. Chr. südlich des Inns das Kastell Boiodurum errichtet, welches nach seiner Zerstörung im 3. Jhd. etwas weiter unter dem Namen Kastell Boiotro wieder aufgebaut wurde. Die Reste der Kastellmauern und der Wachtürme des Kastells wurden bei Bauarbeiten für einen Kindergarten durch Zufall und Glück entdeckt und ausgegraben. Heute sind sie – wie du auf dem Bild sehen kannst – Teil des Römermuseums Passau. Das Römermuseum Kastell Boitro befindet sich direkt an dem Inn in der Innstadt, einem Stadtteil rechts des Inns. In dem Museum findest du in einer liebevollen Darstellung und Aufbereitung vor allem Funde direkt aus Passau.

 

Römerburgus Oberanna & Römerpark Schlögen

Nach einer kurzen Autofahrt kamen wir dann am Römerburgus Oberanna und somit auch in Österreich an. Der Burgus Oberanna ist eine große Ausgrabungsstätte eines römischen Burgus (turmartige Kastelle). Die ersten Ausgrabungen hier fanden bereits Mitte des 19. Jhd. statt, im Jahr 1985 wurde die Fundstelle unter Denkmalschutz gesetzt, doch vor allem die Forschungen 2017/2018 (für die OÖ. Landesausstellung 2018) zeigten den vollständigen Grundriss der spätrömischen Befestigungsanlage. Der Schutzbau heute hat eine Grundfläche von 1000 m² und schützt die komplette Ausgrabungsfläche. Etwas weiter die Donau hinunter im Oberen Donautal findet man eine weitere Ausgrabung eines römischen Gebäudes, diesmal aber von einem römischen Badegebäude, welches bereits 1838 das erste Mal entdeckt, doch erst zur Landesausstellung 2018 vollständig freigelegt wurde. Im Römerpark Schlögen befindet sich neben den Ausgrabungen und Funden auch ein wunderschönes Naturwunder Oberösterreichs – die Schlögener Schlinge. Hier lohnt es sich definitiv einen Abstecher zu machen! Man kann hier ganz einfach von dem ausgeschilderten Parkplatz Schlögener Schlinge parken und von dort Richtung “Aussichtspunkt Schlögener Schlinge” gehen.

 

Linz – Willkommen in Österreich!

Linz war im Gegensatz zu Passau und vor allem Regensburg die Stadt auf unserer Reise, wo wir am direkt in der Stadt oberirdisch am wenigsten römische Überreste gefunden haben. Doch auch hier kannst du auf die Entdeckungsreise in die Vergangenheit gehen. Diesmal im Linzer Schlossmuseum, welches sich auf dem Schloßberg und damit “über” der Stadt befindet. Von dort aus bietet sich dir ein wirklich traumhafter Blick auf Linz! Das Museum beherbergt ein paar spannende Schätze / Funde aus der Römerzeit wie Schmuck und Rüstungen. Im Ars Electronica Center – dem Museum der Zukunft – hast du die Möglichkeit die Vergangenheit auf eine etwas andere Art und Weise zu erforschen. Dank neuester 3D Technik und in 8K im Deep Space kannst du Rekonstruktionen historischer Stätten sowie Ausgrabungen römischer Funde in Oberösterreich betrachten.

 

Enns – Letzte Etappe

Nach unserem Besuch im Ars Electronica ging es dann für uns schon zur letzten Etappe der Reise, in die kleine Stadt Enns. Denn hier sollte uns noch einmal ein besonders spannendes Museum – das Museum Lauriacum – erwarten. Hier gibt es eine der bedeutendsten Sammlungen der Römerzeit in ganz Österreich! Und dementsprechend kann man sich in dem Museum wirklich lange aufhalten. Die Präsentation der Funde und Rekonstruktionen ist sehr spannend, informativ und alles andere trocken. Am besten haben mir die Multimediastationen gefallen, in denen man z.B. Bilder von sich in der Kleidung der Römer machen konnte. Ich fand es sehr spannend wieder einmal tiefer in die Geschichte einer Zeit einzutauchen, die so viel Bedeutung für unsere heutige Zeit hat. Mein Tipp für deine Reise auf der Straße der Kaiser und Könige: Lade dir die App “Römerspuren” herunter. Durch diese kannst du spielerisch mehr über die geschichtlichen Hintergründe der Orte erfahren.

 

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Hej, ich bin Sophia! Was ich besonders mag: (Weit)wanderungen, veganes Essen, Schnee, Bayern, Musik, Fotografie, Serien, Regensburg.

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