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Den großen Arber habe ich auf meinem Blog schon des Öfteren erwähnt, doch den höchsten Berg des Bayerischen Waldes habe ich bis jetzt noch nie im Winter besucht. Daher freue ich mich umso mehr dir jetzt eine wunderbare Winterwanderung in einem der schneereichsten Orte des Bayerischen Waldes zu zeigen. Das besondere – auch im Winter- am Großen Arber sind die weiteren Gipfel, von denen sich unglaubliche Ausblicke auf den Bayerischen Wald bieten.

Wir sind am Sonntag ganz früh morgens aufgestanden, um gleich die erste Gondel nehmen zu können. Im Winter (25.12.-31.03.2020) hat die Gondel täglich von 08.30 bis 16.000 Uhr geöffnet. Schon bei unserer Ankunft waren viele Parkplätze belegt, doch mit dem Chaos um die Mittagszeit verglichen, war es relativ ruhig. Die erste Gondel haben wir zwar nicht erwischt, da schon morgens ein großer Trubel an der Kasse (und leider auch an der Gondel) war und wir somit knapp gegen 09 Uhr oben an der Bergstation ankamen. Einen Hinweis habe ich hier an dieser Stelle auch für dich, falls du an einer Winterwanderung am Großen Arber interessiert bist: Im Winter muss jeder ein Ticket für eine Berg- & Talfahrt kaufen, da die Wege hinauf/hinab im Winter als Skipisten genutzt werden. Das Ticket kostet für einen Erwachsenen 13 € für Berg- & Talfahrt und ist somit relativ günstig.

Nach einer kurzen Gondelfahrt kommt man an der Bergstation an und befindet sich mitten in einem verschneiten Winterwunderland, welches man weiter unten überhaupt nicht erwartet. Kurz etwas weggegangen von den Skifahrern, die hier auch ihre Abfahrt starten, und der erste fantastische Ausblick auf den Bayerischen Wald breitet sich vor einem aus. Doch das geht noch besser! Und zwar auf dem ersten Gipfel, den wir ansteuern. Der eigentliche Wanderweg ist der gleiche Wanderweg wie im Sommer und führt geradeaus in einen weißen Wald hinein und leicht hinauf auf den ersten Gipfel. Wir waren uns – mangels anderer Wanderer*innen – nicht ganz sicher welchen Weg wir einschlagen sollen und sind einfach schnurstracks den Berg hinauf durch den (Tief)schnee, parallel zu einer weiteren sehr kleinen Skipiste, gestampft.

Oben angekommen, erblickt man dann auch schon den ersten Nebengipfel des Großen Arbers – den Richard-Wagner-Kopf- und die unendlich schöne weiße Winterlandschaft auf dem Plateau. Die verschneiten Wälder, die eiskalte und klare Luft und die Sonne verzaubern den Ort hier oben und lassen ihn beinahe magisch wirken. Das Geräusch des knirschenden Schnees unter den Wanderschuhen verstärkt das zauberhafte Gefühl und ich habe seit langem endlich wieder das Gefühl hier oben durchatmen zu können. Da wir so früh morgens hier sind, begegnen uns in der ersten Stunde beinahe keine Menschen und durch den Schnee hat die Stille auch eine beruhigende Wirkung auf mich.

Hier kann ich auch schon meine neuen Wanderstöcke ausprobieren, welche ich von meinem Onkel zu Weihnachten geschenkt bekommen habe und bin auf den teilweise sehr glatten Stellen froh um jeden Halt. Trotz meiner tollen Stöcke habe ich es geschafft viermal (vor Menschen) auszurutschen und ein bisschen durch den Schnee zu purzeln 😀 .Der schönsten Teil der Wanderung war für mich unterhalb der Zwieseler Hütte, der höchstgelegenen Hütte im Bayerischen Wald. Als Gruppe kann man die Selbstversorgerhütte anmieten. Auf dem Weg zur Hütte und zum nächsten Gipfel führt der Wanderweg durch einen verschneiten kleinen “Wald” mit Ästen, die durch den Schnee knapp über dem Kopf hängen.

Wenn man aus dem Wald tritt, kann man dann auch schon den (eigentlich ersten) Gipfel des Wanderweges sehen. Da hier die Wege nicht gestreut oder geräumt werden, kann es auch sein, dass man auf dem Weg manchmal einsinkt oder ausrutscht. Das habe ich zwar vorhin schon erwähnt, doch auf dem Gipfel “Großer Seeriegel” ist es unglaublich glatt und ich bin dort auf dem Weg hinunter auch einmal blöd hingefallen. Und wie ich gesehen habe, war ich da definitiv nicht die Einzige, der das dort passiert ist. Also hier und auf dem anderen Gipfel sich bitte vorsichtig und ruhig im Winter verhalten. Von dem Gipfel aus hat man eine unfassbaren Aussicht auf die verschneiten Wälder und die sanften Hügel des Vorderen Bayerischen Waldes. Von hier aus geht es dann auch direkt wieder zur Bergstation. Obwohl die Strecke sehr kurz ist, ist die Winterwunderlandschaft einfach ein Traum für jeden Winter- oder Naturliebhaber!

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Hej, ich bin Sophia! Was ich besonders mag: (Weit)wanderungen, veganes Essen, Schnee, Bayern, Musik, Fotografie, Serien, Regensburg.

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