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Blick auf Mariaort und die Donau

Regensburg ist nicht nur eine schöne Stadt, auch das Regensburger Land hat sehr viel zu bieten – und natürlich ist es auch voller Wanderwege mit fantastischen Aussichten und geschichtlichen Hintergründen, die man entdecken kann.

Ich stelle dir jetzt acht Wanderungen/Wanderwege vor, die mir sehr gut gefallen und alles beinhalten, was ich beim Wandern so schätze – viel Natur, verwunsche Pfade, geschichtlich spannende Orte und schöne Aussichten auf Regensburg und die Umgebung.

 

Regensburger Burgensteige

Den Regensburger Burgensteigen begegnen wir im Regensburger Umland stetig. Denn die fünf Wanderrouten führen auf mehr als 200 km durch das ganze Regensburger Land und verbinden somit insgesamt 44 Burgen. Früher haben fast doppelt so viele Burgen das Regensburger Land geprägt. Nicht umsonst trägt das Land den Beinamen „Land der Burgen, Flüsse und Felsen.“ Trotz der Zerstörung vieler Burgen lohnt es sich auch noch heutzutage auf den gut markierten Wegen zu wandern. Mit der Burg Wolfsegg hat man auch noch eine gut erhaltene mittelalterliche Burg, die man besichtigen kann! Insgesamt gibt es drei Unterscheidungen von Burgen/Burganlagen, in welche unterteilt wurde – Burgen, Ruinen und Schlösser. Diese kann man auf den fünf Routen entdecken: Regental, rund um Donaustauf, rund um Brennberg, Naabtal und Tal der Schwarzen Laaber. Man muss nur dem Symbol „Ritter Wonnebold“ folgen und befindet sich damit gleich auf einem der Steige. Auf den Burgensteigen kann man sich auf eine wunderbare Entdeckungsreise in die Vergangenheit begeben und damit nicht nur die Geschichte des Regensburger Umlandes, sondern auch die einzigartige Landschaft näher kennenlernen! 

Tipp: Die Burgensteige sind sehr gut mit dem ÖPNV erreichbar, somit kann man direkt in Regensburg starten. Einen abwechslungsreichen und spannenden Rundwanderweg auf dem Burgensteig kann man in Kallmünz beginnen und dann über Traidendorf-Rohrbach-Eich wandern, bis man Kallmünz wieder erreicht. 

 

 

Wanderung zum Kloster Weltenburg

Das Kloster Weltenburg – eine Benediktinerabtei – liegt im schönen Altmühtal knapp sieben Kilometer westlich von Kelheim. Das Kloster ist leicht mit dem Schiff erreichbar, doch der Wanderweg ist ebenfalls ein wunderbarer Weg um zu dem Kloster zu gelangen. Die Wanderung startet in Kelheim, welches für seine beeindruckende Befreiungshalle bekannt ist. Parallel zu den Schiffen schlängelt sich der Weg entlang der Donau flussaufwärts. Zu Beginn sind wir noch auf einem flachen Stück des Weges direkt an der Donau und kommen an Sehenswürdigkeiten wie der Einsiedelei Klösterl mit Felsenkirche und Biergarten und an faszinierenden Felsformationen aus Kalkstein vorbei, bevor dann schon einer der schönsten Naturschauplätze vor uns liegt – der Donaudurchbruch. Hier kommt dann ein kurzer Anstieg in einen wunderschönen Wald. Hier erwarten uns dann zwei Aussichtspunkte, von denen sich uns ein wunderbarer Blick auf das Kloster Weltenburg bietet. Wenn das Kloster dann erreicht wurde, darf man sich natürlich einen Besuch des Biergartens mit dem bekannten „Weltenburger Kloster Barock Dunkel“ nicht entgehen lassen. 

Tipp: An den Wochenenden kannst du auch eine Führung durch die Brauerei machen!

 

 

 

Natur- und Kulturpfad

Der Natur- und Kulturpfad befindet sich beim Walderlebniszentrum in Eilsbrunn bei Sinzing. Der Pfad führt auf einem kleinen und einem großen Rundweg durch da das Prüfeninger Holz. Auf den zwei Wegen wir genauer auf den Lebensraum Wald eingegangen und informiert. Der kleine Rundweg ist 3 Kilometer lang, während der Große Rundweg noch den Pfarrer- und Emmeramssteig miteinbezieht und dadurch knapp vier Kilometer lang ist. Gleich zu Beginn des Weges hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Donautal. Dann führt der Weg vorbei an Wiesen und Wäldern und informiert einen anhand vieler Informationstafeln über die Besonderheiten des Waldes, Wanderwege und verschiedene Baumarten auf. Selbstverständlich kommt hier jeder Naturliebhaber, der sich für die Flora und Fauna des Waldes interessiert auf seine Kosten, doch auch das kleine Wörtchen Kunst spielt bei den Pfad eine Rolle. Auf den Wegen findet man auch interessante Informationen zur Geschichte der Region wie die mittelalterlichen Grenzstraßen. Insgesamt ist der Weg sehr gut ausgeschildert und spannend um die Region und die Geschichte dahinter näher kennenzulernen.

Tipp: Ein Abstecher zur „Schönen Aussicht“ lohnt sich!

 

Schönhofen Alpinsteig

Der Prädikatswanderweg Jurasteig besteht aus 13 Etappen. Auf diesen wanderst du durch die wunderschöne Landschaft vorbei an Naturschauplätzen durch den Bayerischen Jura. Der Weg ist insgesamt 237 Kilometer lang, doch du kannst natürlich auch jede Etappe einzeln wandern. Die Wanderung, die ich dir gerne vorstellen will, ist die dritte Etappe des Jurasteigs und führt von Eilsbrunn nach Pielenhofen. Nicht grundlos ist sie auch eine der schönsten Etappen des gesamten Weges. Wir wandern knapp 16,5 Kilometer auf dem Weg und haben dabei auch einige Steigungen/Gefälle. Was hier besonders auffällt sind die naturbelassenen (Schlaufen)wege, für die der Jurasteig auch bekannt ist. Besonders beliebt ist der Abschnitt am unteren Alpinsteig, welcher zwischen Eilsbrunn und Schönhofen liegt, wegen seiner Trockenhänge, an denen man entlang wandert. Diese zählen auch zu den schönsten im ganzen Jura. Die Felsen hier laden zum Klettern und Entdecken ein, während sich die Wälder hingegen zum Entspannen und Erforschen der Höhlen eignen.

 

 

Max-Schultze-Steig

Der Max-Schultze-Steig ist direkt in Stadtnähe anzufinden. Benannt wurde der Wanderweg nach Max Schultze benannt, einem ehemaligen Naturschützer und Architekt für das Fürstenhaus Thurn und Taxis. Der Max-Schultze-Steig ist nun das dritte Naturschutzgebiet Regensburgs. Der Weg startet gleich in der Nähe der Donaufähre, wo man auch parken kann und führt einen auf einem Feldweg direkt in den urwaldähnlichen und verwunschen wirkenden Wald. Hier erlebt man die Natur so, wie sie wirklich ist und lebt und wandert auf einem Waldpfad knapp zwei Kilometer Richtung Pentling, wobei man immer wieder an tollen Aussichtspunkten vorbeikommt, von denen sich einem eine wunderbare Aussicht auf das Donautal bietet. Besonders spannend auf dem Steig sind die vielen kleinen Höhlen und die hiesige Flora und Fauna. 

 

Geopfad Tegernheimer Schlucht

Tegernheim ist ein kleiner Ort östlich von Regensburg und vor allem bekannt für den Baierwein und für alle, die schon einmal zur Walhalla gefahren sind. Doch hier befindet sich auch ein sehenswerter Wanderweg, der 2009 ins Leben gerufen wurde – der Geopfad zur Tegernheimer Schlucht. Der Wanderpfad ist ungefähr drei Kilometer lang und eröffnet einem Einblicke in die Erdgeschichte. So erfahren wir, dass hier drei geologische Großeinheiten hier aufeinander treffen. Wir treffen hier auf sieben Stationen mit Informationen zu verschiedenen Themen wie die Erdgeschichte, die Geschichte des 20. Jahrhunderts und deren Auswirkungen auf die Umgebung und die Wälder. Bei der letzten Station wartet dann auch eine kleine Belohnung auf einen, denn hier bekommen wir einen wunderbaren Ausblick auf Tegernheim und das Donautal. 

Tipp: Einmal im Monat kann man bei einer geführten Wanderung durch die Tegernheimer Schlucht teilnehmen.

 

Wandern Höllbachtal

Das Höllbachtal ist ein Naturschutzgebiet im Bayerischen Wald und eines der schönsten Ausflugsziele des ganzen Vorderen Bayerischen Waldes. Besonders am Höllbachtal ist der Höllbach, ein Fluss, der bei Wiesenfelden entspringt und bei Wörth in die Donau mündet. Durch das Höllbachtal führt ein ausgeschilderter Rundwanderweg, der in Postfelden startet, optional geht man an der Straße etwas weiter links den Weg hinab und erweitert seinen Weg ein bisschen. Für einen längeren Weg beginnst du mit der Wanderung in Brennberg, wo sich ein Abstecher zur Brennberger Burg lohnt. An einem ruhigen Bächlein entlang betritt man das Naturschutzgebiet und folgt dem Flussverlauf, bis sich moosbedeckte Granitfelsen aus dem Wasser erheben. Der sanfte Bach wandelt sich schnell in einen schnellen Fluss mit ein paar kleinen Stromschnellen. Aufgrund der vielen Felsen im Wasser ist das Gebiet vor allem ein beliebtes Ausflugsziel für Familien im Frühling und Sommer. Hier kann man dann auf den Felsen herumklettern und sich bei hohen Temperaturen auch abkühlen. Das Höllbachtal ist zwar vor allem in den warmen Monaten gut besucht, doch auch im Winter kann man dem Tal einen Besuch abstatten. Das Naturschutzgebiet ist nicht nur schön von Schnee bedeckt, sondern durch Eiszapfen im Wasser und gefrorene Wasserfälle sehr sehenswert.

Wanderung Otterbachtal

Die Wanderung durch das Otterbachtal ist eine gemütliche Angelegenheit. Der Weg startet am Wanderparkplatz bei Unterlichtenwald oder bei der Bushaltestelle Unterlichtenwald Ortsmitte. Über einen Forstweg führt der Weg erst durch einen schönen Wald, bevor wir dann am Otterbach ankommen. Der Weg ist immer gut ausgeschildert, auch auf einen Burgensteig und weitere Wanderwege trifft man hier. Der leichte Rundwanderweg dauert insgesamt knapp drei Stunden. Kurz vor unserer Rast – dem Korea Wirt – kommen wir auch schon zu dem  landschaftliche Highlight der Tour – der Otterbach und seinen Granitfelsen. Ähnlich dem Höllbachtal trifft man hier auf kleinere und größere Steine an und kann sich erfrischen. Weiter geht es dann zu der Waldgaststätte König – oder wie er eher genannt wird, der Korea Wirt- wo man wunderbar eine Rast einlegen kann, bevor es dann wieder am Otterbach zurück geht.

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Hej, ich bin Sophia! Was ich besonders mag: (Weit)wanderungen, veganes Essen, Schnee, Bayern, Musik, Fotografie, Serien, Regensburg.

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