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Wandern im Gasteinertal – Eine begleitete Kraftortwanderung

von Sophia
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Es gibt Berge, über die man hinüber muss, sonst geht der Weg nicht weiter – Ludwig Thoma

Dieses schöne und wie ich finde sehr wahre Zitat stand in meiner Begrüßungskarte des Alpenhauses Gasteinertal. In diesem Beitrag erzähle ich von meiner Begegnung mit Alfred Silbergasser, einem Wildnispädagogen und der von ihm geführten Wanderung durch das Gasteinertal entlang an drei Kraftorten.

Doch bevor ich in das Thema tiefer einsteige, möchte ich noch vorab etwas sagen: Mir ist durchaus bewusst, dass viele Menschen Energien, Kraftorte und ähnliches für Firlefanz oder esoterisches Geschwafel halten. Wiederum andere glauben fest daran und wiederum andere interessieren sich nur dafür. Und wie man dazu steht, muss jeder für sich rausfinden. Ich persönlich denke es gibt definitiv mehr auf der Welt, was sich nicht erklären lässt und bin deshalb auch immer neugierig und gespannt auf solche Erfahrungen wie die Kraftortwanderung.

Alfred Silbergasser – ein Gasteiner Original und Wildnispädagoge

Alfred Silbergasser haben wir am Abend vor der Wanderung im Hotel kennengelernt, wo er uns zuerst bei einem Aperitif und anschließend bei einem gemütlichen Abendessen von seiner Passion erzählt hat. Er hat mehrere Berufe/Berufungen: Wildnispädagoge, Geschichtenerzähler, Bergwanderführer und Energetiker und bietet Interessierten nicht nur eine Kraftortwanderung, wie wir sie gemacht haben, an, sondern unter anderem auch Survivaltraining und Meditationen. Seit zwei Jahren ist Alfred nun selbstständig und arbeitet seit 2017 bei dem „Alpen.Kraft – Selfnessprogramm“ im Das Alpenhaus Gasteinertal in Bad Hofgastein mit.

Alfred Silbergasser Potrait

Doch was sind Kraftorte eigentlich?

Kraftorte sind besondere Orte. Soviel wusste ich vorher schon. Doch auf der Wanderung habe ich viel dazugelernt.
Es sind Plätze, an denen man sich wohlfühlt, neue Energien spüren kann oder Energien ganz frisch erwachen. Oder anders gesagt: Man spürt und nimmt das Leben um sich herum deutlich mehr wahr als an anderen Orten. Das Gasteinertal im österreichischen Salzburgerland ist ein energiegeladenes Gebiet mit sieben Kraftorten. Das Tal ist geprägt von Wasserfällen, Gebirgsbächen, Thermalquellen und Bergseen und wird deshalb auch „das Tal des Wassers“ genannt.

Wer alle sieben Kraftorte besuchen will, wandert besser talaufwärts, denn um Kraft aufzunehmen, sollte man gegen das fließende Wasser gehen, andersherum fließt die Energie weg – Alfred Silbergasser

Kapelle im Gasteinertal BrennesselNaturmensch – Verbindung zwischen Mensch und Natur

Alfred hat uns nicht nur Wissen über Kraftorte vermittelt, sondern auch über die Pflanzenwelt und Naturwesen. Laut ihm exisitieren Naturwesen auf der ganzen Welt, doch Erwachsene verlieren den Blick dafür. Deshalb genießt er es sehr mit seinen Kindern unterwegs zu sein, denn diese nehmen die Natur noch ganz anders wahr und erzählen ihm dann immer, was sie so entdeckt haben. Auch über Energien in Bäumen haben wir geredet. Besonders energetische Orte könnt ihr zum Besipiel an ungeraden Bäumen erkennen. Wir hatten als Beispiel eine Pappel, die sich mehrmals in sich verschlungen hat. Dies bedeutet, dass in der Pappel eine drehende Energie herrscht.

Wälder und Himmel

Die Sage der drei Waller

Die Sage wurde uns sehr authentisch von Alfred vorgetragen und ich versuche sie so gut wie möglich wiederzugeben:
Drei Gasteiner sind vor vielen Jahrhunderten ins heilige Land ausgewandert, um dort die christlichen Stätten von Gott zu sehen. Als sie angekommen sind, haben sie alle Stätten – von Jesus Geburtsort über Wirkungsorte bis hin zum Sterbeort- angeschaut. Doch immer öfter beschlich sie ein fremdes Gefühl. Und dieses Gefühl nannte sich Heimweh. Als es letztendlich richtig stark war, wollten sie wieder den Heimweg antreten.
Und somit begaben sie sich wieder auf den Weg vom heiligen Land Richtung Gasteinertal. Als sie die Wüste durchquerten, verbrannte der Wüstensand ihnen die Füße. Kurz vor ihrem Tod haben sie ein Stoßgebet in den Himmel gerichtet: „Herrgott, lass uns noch einmal das schöne Gasteinertal sehen!“. Der Herrgott hatte Einsehen und ließ sie heil durch die Wüste kommen. Als sie das Meer mit einem Schiff überquerten kam auf einmal eine tosender Sturm auf und brachte das Schiff fast zum Kentern. Somit schickten die Gasteiner nochmal ein Stoßgebet nach oben:“Herrgott, lass uns noch einmal das schöne Gasteinertal sehen!“. Und Gott hat wieder Einsehen gehabt und ließ die Männer unbeschadet am Festland ankommen.
Weiter ging es für die Gasteiner über die Berge in Richtung Gasteinertal. Doch mitten drinnen kam ein starker Schneesturm auf und eine Lawine hat sie unter sich begraben. Und wieder schickten sie ein Gebet an Gott:“Herrgott, lass uns nur noch einmal unser geliebtes Gasteinertal sehen!“. Der Herrgott hatte Einsehen und die Männer konnten sich aus der Lawine befreien. Und dann kamen sie vom Salzachtal auf eine Höhe direkt über dem Gasteinertal und blickten nach einer beschwerlichen Reise endlich wieder hinunter auf ihr geliebtes Tal. Und genau in diesem Moment ist allen dreien das Herz stehen geblieben.
Nach einer kurzen Zeit sind andere Gasteiner auf die Höhe gekommen und haben dort die Männer gefunden. Sie wurden dort begraben und auf jedem Grab wurde eine gezimmerte Hütte erbaut. Diese sind mittlerweile leider schon  zusammengefallen.Doch das war es noch nicht! Die drei Männer hatten drei Geschenke bei sich – einen Pflug, einen Bergbauschlägel und die heilige Schrift. Und somit hielten Landwirtschaft, Bergbau und der christliche Glauben im Tal Einzug.

Blick auf dsa Gasteinertal

Hier haben wir unsere negativen Gedanken und Gefühle vom Wind wegtragen lassen.

Hinweis: Bevor wir den ersten Kraftort betreten konnten, musste sich jeder von uns befreien. Von Probleme, negativer Energie, negativen Gedanken und Gefühlen. Denn Kraftorte sollte man nur als gereinigte Person betreten. Kraftorte haben zwar eine gewisse Selbstreinigungskraft, aber bei zu viel „Müll“ kollabieren sie.

Kraftorte sind in erster Linie für die Natur da, in zweiter Linie für Menschen – Alfred Silbergasser

Tipp: Alfred empfiehlt deshalb sich vorher zu reinigen und nicht erst an dem Ort selbst! Wir haben uns durch den Wind reinigen lassen. Dies ist eigentlich ganz einfach. Stellt euch an einen windigen Ort, sammelt alle negativen Gefühle in euch und stellt euch vor, dass der Wind alles Belastende wegträgt.

Kapelle vor Bergen

Kapelle von innen

Die Kapelle, wie ihr sie auf den Bildern sehen könnt, ist die neueste Version. Die älteste Version ist 1592 erbaut worden, zwischendurch mussten die Kapellen immer mal wieder neu erbaut werden, da sie zerstört wurden. Die heutige Kapelle wurde 1957 nach Plänen von Professor Clemens Holzmeister vom Rotary Club Bad Gastein neu errichtet.

Tipp: Falls ihr Herzenswünsche habt, läutet die Glocke am Eingang der Kapelle. Denn diese soll eure tiefsten Wünsche in die Ferne tragen und erfüllen. Und schaut euch das Innere der Kapelle genauer an – dann findet ihr sehr interessante Bilder wie das von Solongia.
Meditieren und abschalten fällt mir in einer Gruppe wirklich gar nicht leicht, deshalb habe ich ziemlich lange gebraucht um Energien an den Orten wahrzunehmen. Wie ich den ganzen restlichen Tag auch gemerkt habe, würde mir eine Kraftortwanderung mehr „bringen“, wenn ich sie alleine oder mit Jemanden aus meinem engsten Umkreis machen würde. Nichtsdestotrotz fand ich alle Kraftorte, die wir besucht haben, äußerst interessant, beeindruckend und lehrreich. Ich konnte definitiv viel für mich nach Hause mitnehmen.

Mittagspause auf der Kögerl Alm – Auf da Oim, do is’s a Gaudi…!

Bevor wir zu dem zweiten Kraftort gegangen sind, haben wir einen kurzen Stopp auf der Kögerl Alm gemacht. Dort habe ich einen unglaublich guten Kaiserschmarrn gegessen; ein Muss jedes Österreich-Besuchs! Doch es gibt natürlich auch weitere Speisen, vor allem auf Hausmannskost wird hier Wert gelegt – Zum Stärken von hungrigen Wanderern.

Blumentopf an einem Zaun Bunte Blumen vor Bergen Ich schaukelnd vor einem berg

Der zweite Kraftort

Nur etwa 5 Minuten Gehzeit von der Alm entfernt, wartet auch schon ein weiterer Kraftort auf uns – starke, alte Bäume. Besondere Bäume und Wälder galten schon für unsere Vorfahren als heilige Stätten. Tacitus berichtete auch schon von einem Waldkult der Germanen, bei denen die Götter in heiligen Hainen gewohnt haben sollen. An den Plätzen fanden dann Gerichte, Gottesdienste und Volksversammlungen statt.
Und das ist nur ein Beispiel für die besondere Wirkung der Bäume und Wälder. Wenn euch das Thema wirklich interessiert, kann ich euch diesen Artikel dazu empfehlen.
Bäume und Berge – eine Mischung, bei der mein Herz aufgeht. Und dementsprechend habe ich bei den Bäumen auch mehr Energien gespürt als in der Kapelle.

Tipp: Uns wurde empfohlen die Kraftorte mit geöffneten Händen und in einem langsamen Gang zu erkunden. Wenn ihr diese voher warm reibt, sind sie und somit ihr empfänglicher für Energien.

Große Bäume - Kraftort

Zwischenstopp im Hofladen Augut

Bevor wir zu unserem dritten Kraftort nach Bad Gastein gefahren sind, haben wir einen kurzen Zwischenhalt beim Hofladen Augut gemacht. Der Hofladen ist sehr liebevoll gestaltet und hat ein tolles, breites Sortiment an heimischen Produkten. Ich habe mir eine hausgemachte Erbeer-Ribisel Marmelade mitgenommen – welche übrigens sehr zu empfehlen ist! Einfach köstlich -welche in einem sehr liebevoll beschrifteten Glas war. Natürlich gibt es neben Marmeladen auch noch andere Leckereien wie diverse Käsesorten, Öle und Bienenhonig.

Hofladen Schild

Liköre

Bad Gastein – imposante Hotelanlagen

Bad Gastein, der Ort an dem sich das Herzzentrum des Gasteinertals befindet, ist ein Kur- und Wintersportort mit etwa 4000 Einwohnern. Ein Ort, der mich sofort beeindruckt und gleichzeitig ein bisschen erschüttert. Denn viele der beeindruckenden Luxushotels stehen seit den 1970er Jahren leer oder wurden umfunktioniert. Unter anderem das Grandhotel Gasteinerhof, welches 1987 geschlossen hat und das renommierte Grand Hotel de l’Europe, einst eines der größten und exklusivsten Luxushotels Europas, musste 1988 Insolvenz anmelden. Seitdem wird das Haus als Apartment-Gebäude genutzt, wobei die meisten Eigentümer nur wenige Wochen im Jahr anwesend sind.
Doch einen Lichtblick gibt es! Anfang November 2017 wurde bekannt, dass das Land Salzburg das Hotel Straubinger, das Badeschloss und das Postgebäude um 6 Millionen Euro kaufen und sanieren will. (Quelle:Wikipedia)

Blick auf Gastein

Hotel am Hand

Der dritte Kraftort – der Wasserfall

Nicht nur der Wasserfall ist bekannt, sondern auch das Herzzentrum des Gasteiner Tals. Dieses befindet sich direkt am Fuße des Wasserfalls und wurde von einem deutschen Geomanten lokalisiert. Auf dieser Stelle wurden zwei Steine aufgestellt, an vielen anderen Energiezentren des Tales ist jeweils nur ein Stein. Das hat damit zu tun, dass die zwei Steine für die zwei Herzkammern des Menschen stehen, aber auch für die zwei Wasserfälle in Bad Gastein. Leider sieht man mittlerweile nur noch einen Wasserfall, der zweite hat sich hinter dem Kraftwerk befunden. Er wurde vor über hundert Jahren ein Stück weiter oben zugemauert, sodass der Wasserlauf trockengelegt wurde und die Baupläne unten besser funktionieren konnten. Denn hinter dem Kraftwerk befinden sich verschiedene Thermalwasser Quellen, deren Zugang man erleichtern wollte. Außerdem war der Hang rutsch gefährdet, wurde letztendlich aber stabilisiert.
Durch die Trennung des zweiten Teiles wurde nun der Energiefluss halbiert. Und deshalb wurden die zwei Steine erbaut – um die Herzkammern wieder zu aktivieren. Die beiden Steine stehen aber auch für das kalte und das warme Wasser hier im Gasteinertal – das kalte vom Wasserfall und das warme Wasser der Thermalquellen. Wenn man beide zusammenführt, wird das Heilige Hochzeit genannt.
Tipp: Das alte Kraftwerk wurde in ein cooles Café umgewandelt, schaut bei eurem Besuch unbedingt mal rein!

Gasteiner Wasserfall

Quelle mit Thermalwasser

 

Offenlegung:  Das Alpenhaus Gasteinertal hat mich eingeladen das Hotel zu besuchen und in Zell am See Aktivitäten auszuprobieren. Gezahlt wurden die Anreise, Unterkunft, Verpflegung und die Aktivitäten. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

 

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